John Piper's Totengebet

Homöopathie

John Piper's Totengebet

Beitragvon Ulrich » 28.05.2007 14:18

Liebe Freunde,

gerade wurde ich in einem Telefonat noch einmal darum gebeten die Sache mit dem Beten zu so genannten Heiligen, die man bei John Piper findet, zu dokumentieren.
Thank you, Athanasius. And thank you, Father. And thank you, Holy Spirit. In Jesus’ name, Amen.

Dieses Zitat ist das Schlussgebet der Predigt von John Piper über Athanasius. Die Predigt hat er am 1. Februar 2005 anläßlich der "2005 Bethlehem Conference for Pastors" gehalten.

Der komplette Predittext ist unter http://www.desiringgod.org/ResourceLibr ... r_Our_All/ verfügbar, dort kann man sich auch eine mp3 downloaden.

In der "desiring God" Serie gibt es noch mehr solcher "Bolzen", dass ist beim besten Willen kein einmaliger "Ausrutscher".

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 28.05.2007 14:28

John Piper

Lieber Ulrich
sws hat John Piper oft Kopfschmerzen, dass er zum Schutzpatron der Mirgräniker betet...
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Beitragvon Ulrich » 29.05.2007 21:06

Lieber Hans Peter,

in seiner ersten Predigt über Römer 9,5-1 betet er auch zum Heiligen Geist, den "Schutzpatron der Mirgäniker" kenne ich nicht.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 29.05.2007 21:11

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Beitragvon Hans Peter » 29.05.2007 21:25

Römer 9,5-1 betet er auch zum Heiligen Geist,


Lieber Ulrich
das zeigt an, dass der Mann ein Verführer ist und diejenigen, die diesen Mann unter die Gemeinde- Glieder einschleusen, Wölfe.
Aber jedes Glied am Leibe Christi wird es schlussendlich erkennen, denn der Herr Jesus hat für uns gebetet.
Zuletzt geändert von Hans Peter am 25.06.2007 09:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ulrich » 02.06.2007 10:12

Lieber Hans Peter,
Apostelgeschichte Kapitel 20 Vers 29 (Elberfelder 1905)
29[Denn] ich weiß [dieses], daß nach meinem Abschiede verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen.
wir müssen uns immer über einen Umstand im Klaren sein, innerhalb der Versammlungen / Gemeinden gibt es eine Struktur, die das Eindringen der Wölfe überhaupt erst möglich macht. Seit den Tagen des Origenes [Vater aller Allversöhner] haben immer größere Teile der Philosophie Einzug in die "christliche Lehre" gehalten.

Von Johannes Calvin gibt es auch hervorragende Arbeiten über die Philosophie aber totz seiner vielen Schriften keinen Bekehrungsbericht. Durch die starke Hinwendung zu reformierten Lehren in den letzten Jahren ist jetzt, in der so genannten Brüderbewegung, der Boden für den Vater des "christlichen Hedonismus" bereitet worden.

Das der dann noch zu Toten betet, dass muss man als schädliche Nebenwirkung dann wohl in Kauf nehmen.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 02.06.2007 11:11

Das der dann noch zu Toten betet, dass muss man als schädliche Nebenwirkung dann wohl in Kauf nehmen.


Habe ich letzthin einen Bruder darauf aufmerksam gemacht, dass in einer Neuerscheinung der AV, die er auch verbreitet, positiv Origenes zittert wird. Antwort, "ja aber da hat Origenes recht und es ist ja nicht viel von Origenes". Es ist halt so wie es ist...

Übrigens ist der Vater der Allversöhnungsirrlehre Satan selbst: "Mitnichten werdet ihr sterben"
Zuletzt geändert von Hans Peter am 04.06.2007 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ulrich » 04.06.2007 00:34

Lieber Hans Peter,

Satan benutzt immer Philosophie [heidnische von Gott abgewandte Denkmuster] um den Glauben zu zerstören. Das Problem dabei ist seit den Tagen Origenes, dass die Philosophie mit dem Christentum vermischt wird. Das wirkt genau wie die Höhen in Israel, im Endeffekt steht der Götze im Tempel.

Darum ist auch der so genannte "christliche Hedonismus" von John Piper so gefährlich. Es wird eine mehr als 2.300 Jahre alte Philosophie mit christlichen Elementen vermischt. Dann wird die Botschaft mit Bibelversen eingepackt und fertig ist der Verführungsbrei. Letzte Woche hatte ein naher Verwandter eine touristische Führung durch den Petersdom. Er war erschrocken über die okkulten Hintergründe von Fronleichnam und Allerheiligen.

John Piper nimmt genau die gleichen Mechanismen auf. Dahinter stehen aber viele viele Helfer, allein kann er das nicht. Tatsächlich sind weite Kreise derer, die sich selbst als bibeltreue Christen bezeichnen, die Voraussetzung zur Verbreitung solcher Ideen.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 07.06.2007 12:44

Könnte man sagen, dass Piper und Anhänger mangels Wiedergeburt einfach religöse äussere Freuden verwechseln mit der Freude und dem Frieden Gottes?
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Beitragvon Ulrich » 07.06.2007 22:24

Lieber Hans Peter,

wahrscheinlich hast du mit deiner Vermutung Recht.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon bobby » 08.06.2007 09:55

Seit ich weiß, daß Piper Calvinist ist, rühre ich NICHTS von ihm an.
Was soll von solchen Gutes kommen?
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Beitragvon Ulrich » 11.06.2007 14:20

Lieber Bobby,

ich will dich sicher nicht hindern deine Linie durchzuziehen, aber auch bei den so genannten Calvinisten gibt es natürlich eine unendliche Bandbreite. Viele landen nur deswegen dort, weil dann wirklich gesichert erscheint, dass man keine Werkgerechtigkeit predigt, da gibt es auch solche, die durchaus nach einigem Schwanken und nach vielen Überlegungen die Kurve bekommen.

Hier haben wir allerdings einen Punkt, an dem die okkult philosophischen Hintergründe immer wieder getoppt werden. Tatsache ist aber auch, dass es keine Verführung im Volk Gottes gibt, es sei denn, dass Volk selbst hat durch Toleranz und Akzeptanz fremder Dinge unter Auslassung der Buße selbst den Boden dazu bereitet.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 11.06.2007 14:35

aber auch bei den so genannten Calvinisten gibt es natürlich eine unendliche Bandbreite. Viele landen nur deswegen dort, weil dann wirklich gesichert erscheint, dass man keine Werkgerechtigkeit predigt, da gibt es auch solche, die durchaus nach einigem Schwanken und nach vielen Überlegungen die Kurve bekommen.


Lieber Ulrich
ich bin froh hast Du das so deutlich geschrieben. Es ist auch so, dass solche, die die absolute Sicherheit des Werkes des Herrn Jesu anzweifeln, dies z.T. tun, weil sie enttäuscht sind von solchen, die auf dem Weg waren und dann zurückgegangen sind. Aber man darf deswegen nicht eine böse Lehre konstruieren, dass Wiedergeboren wieder verloren gehen können, nur weil man sich in der Wiedergeburt einer Person getäuscht hat.
Ich weiss, das macht das alles nicht einfacher aber das ist halt so. Ich kenne 50% TULIPler, was ja an und für sich die doofere Variante der 100% TULIP Irrlehre ist, aber was solls, sie sehen es halt so, und darum müssen wir auch weiterschreiben.

Übrigens, wenn jemand die Heilssicherheit lehrt, wie das M. Luther getan hat, heisst das noch lange nicht, dass er deswegen wiedergeboren ist. Der Katholizismus lehrt ja auch ziemlich richtig die Trinitätswahrheit, aber man kann deswegen immer noch komplett aus der Lüge sein.
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Beitragvon Ulrich » 13.06.2007 13:03

Lieber Hans Peter,

wer Heilssicherheit aus reformatorischer Sicht lehrt, der bewegt sicher genauso wenig wie das Ausgangsgebet zu Athanasius. Der stützt sich leider auf Dinge die keinen Halt aber falsche Sicherheit geben.

herzliche Grüße

Ulrich
Ulrich
 

Beitragvon Ulrich » 22.06.2007 21:51

Liebe Freunde,

der Schlüssel zu aller Theologie ist der folgende: Es steht etwas geschrieben, aber es meint etwas anderes!

Wir haben in anderem Zusammenhang bereits bemerkt, dass schweigen - reden bedeuten kann. OK, nach Belehrung durch eine Dame wurde uns dann bewusst, dass ich es aus dem Kontext gerissen hatte, aber so ähnlich muss es funktionieren.

Die Bibel spricht bei Christen von Absonderung und Augustinus liefert uns die theologische Grundlage für ein Christentum das Staatsreligion sein kann. Sowohl der Römerbrief als auch der Jakobusbrief machen uns deutlich, dass das neue Leben in uns zur Entfaltung kommen soll, aber der philosophische Dualismus lehrt uns, dass bezogen auf unser praktisches Leben, Römer 7 der Normalzustand ist, siehe JMA und auch Augustinus.

Wie kommt nun John Piper zu seinem Gebet an Athanasius? Ganz einfach, er deutet ein paar Schriftstellen in der philosophischen Tradition von Augustinus, nennt es dann wie Augustinus theologische Erkenntnis und betet dann zu "Heiligen".

Wenn wir uns die historischen Berichte anschauen, dann bekommen wir zwar erhebliche Zweifel, ob Athanasius tatsächlich Heiliger war, aber mit solchen Nebensächlichkeiten hält sich die Philosophie nicht weiter auf. Sie öffnet einfach die Tür zur Anbetung von menschlichen Heiligen, auch wenn die Bibel so etwas nicht kennt, hat die Philosophie die Dinge schon richtig umgedeutet.

Apg. 17 berichtet uns von dem Zusammentreffen des Paulus mit stoischen und epikureischen Philosophen. Offensichtlich läßt der Geist Gottes Paulus in Römer 1 gegen platonische Philosophie und in Römer 2 gegen epikureische Philosophie schreiben. In Kol. 2,8 warnt uns der Geist durch den Paulus grundsätzlich vor der Philosophie. Auch im Epheserbrief warnt uns der Geist Gottes wieder vor "eitlen" Gedanken.
Epheser Kapitel 4 Vers 17 (Elberfelder 1905)
17Dieses nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr forthin nicht wandelt, wie auch die [übrigen] Nationen wandeln, in Eitelkeit ihres Sinnes,
Epheser Kapitel 5 Vers 6 (Elberfelder 1905)
6Niemand verführe euch mit eitlen Worten, denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.
Eph. 5,6 macht deutlich, dass genau wegen dieser Dinge das Gericht über die Söhne des Ungehorsams kommt, darum hatte der Geist Gottes in Kol. 2,8 vor der Philosophie, und zwar vor jeder Philosophie, nicht nur vor einer speziellen gewarnt.

Christlicher Hedonismus ist überhaupt nichts anderes als gleichnamige griechische Philosophie in einer christianisierten Verpackung.
1. Timotheus Kapitel 6 Vers 11 (Elberfelder 1905)
11Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut des Geistes.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Ulrich » 24.06.2007 23:17

Die Ausführungen über den DUALISMUS sind sicher hilfreich wenn man verstehen will wie jemand dazu kommt zu "Heiligen" zu beten.

http://antipas13.net/Bibelkreisforum/vi ... =6814#6814
herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 28.06.2007 17:44

Lieber Ulrich
das sehen wir wieder mal dass man auch wegen IrrLehren, die ja auch unter der Zulassung Gottes agieren können, wie zB.: auch der Breitbandirrlehrer John MacArthur der sich mit seinen Steigbügelhaltern unter die Christen gemischt hat, etwas lernen kann.... (Dualismus)
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Beitragvon Hans Peter » 03.07.2007 19:28

Eingesandt von Thomas 7659, 3.7.07
Dualismus ist die grundlegende Idee der materialistischen Wissenschaften und die Basis unseres Denken. Er geht zurück auf griechische Philosophen, die bereits Jahrhunderte vor Jesus gelebt haben. Den Hebräern waren diese Ideen fremd und die Bibel basiert auch nicht auf dem Konzept des Dualismus. Der Dualismus fand Einzug in in die Kirchentradition mit dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 und ist Ursache für viele Irrlehren.

Dualismus ist eine Denkströmung, die von der Existenz zweier grundverschiedener Existenzformen ausgeht: materielle und immaterielle Existenz. Hieraus haben sich im Zuge des Neo-Platonismus die konträren Gedankenmuster (um nicht zu sagen: Irrlehre) Leib-Seele beziehungsweise Materie-Energie geformt.

Nur die Überwindung und Kenntnis von der Falschheit dieser Lehre erlaubt die wahre Erkenntnis der Bibel und philosophischer und wissenschaftlicher Erkenntnis. Basierend auf dem Dualismus entstand der Materialismus, der zu den (Natur-)Wissenschaften geführt hat. Seit der Atom- und Quantenphysik ist jedoch spätestens klar, dass diese Lehre ausgedient hat: E=mc2. Unsere Welt lässt sich eben nicht aufsubstantielle Partikel reduzieren, die in sich im dreidimensionalen Vakuum bewegen. Und schon gar nicht innerhalb eines linearen Zeitverlaufes. Erst wer dies verinnerlicht hat, ist in der Lage, auch viele Bibelstellen in der Tiefe zu verstehen.

Zur Geschichte: Parmenides vertrat die Ansicht, dass Veränderung, Werden und Vergehen nur Täuschungen unserer Sinne sei. Seine Hauptthese „IST IST“ kann dahingehend verstanden werden, dass „das Seiende“ einfach da ist, d. h. sich weder aus einem „NICHT IST“ entwickeln noch in ein „NICHT IST“ verschwinden kann. Dieses „NICHT IST“ existiere daher nicht, und das alles umfassende „Seiende“ durchdringe alles. Also könne es auch keine Veränderung und Bewegung geben. Es war ihm wohl bewusst, dass diese Sichtweise in krassem Widerspruch zur sinnlichen Erfahrung steht, aber er sah sich durch den Verstand zu diesem Schluss gezwungen.

Die dazu konträre Auffassung vertrat Heraklit (beeinflusst von Anaxagoras und den Milesiern). Er teilte mit Parmenides als einzige Gemeinsamkeit die Annahme eines einzigen „Urstoffs“. Der Urstoff sei in beständigem Wandel („Panta rhei“ = Alles fließt), Gegensätze seien allgegenwärtig und wandeln sich in bestimmten gesetzmäßig festgelegten Proportionen ineinander um. Jedes Paar von Gegensätzlichkeiten stellte somit eine Einheit dar.

Empedokles (494-434 v. Chr.) versuchte eine Art Synthese aus diesen beiden so verschiedenen Ansätzen, indem er mehrere Urstoffe (Feuer, Wasser, Erde, Luft), ein jeder für sich ewig und beständig, annahm, die sich durch Anziehung und Abstoßung, durch Liebe und Hass verschiedentlich aufteilen. Er versuchte so, die Vielfalt der Formen mit einer ewigen Beständigkeit in Einklang zu bringen. Diese Aufteilung der Welt in Stoff und Kraft ist bis heute von zentraler Bedeutung.

Die tatsächliche Synthese aus den beiden großen Strömungen gelang den Atomisten Leukipp (um 460 v. Chr.) sowie Demokrit (460-371 v. Chr.), einem Zeitgenossen von Sokrates.

Die Grundthese der Atomisten war die Existenz von verschiedenen unteilbaren und unsichtbaren kleinen Körpern, genannt „Atome“ (von atomos: unteilbar), und dazwischen „leeren Raum“. Die Atome waren schon immer da und sind unveränderbar (ganz im Sinne von Parmenides) und unterscheiden sich nur in ihrer Form. Sie besitzen keine weiteren Qualitäten wie etwa Gewicht oder Schwere. Die Atome sind undurchdringlich und in ständiger Bewegung, welche von selbst bestehen bleibt. Diese Bewegung besteht in alle Richtungen gleichermaßen und ändert sich nur durch Stöße mit anderen Atomen. Durch ihre unterschiedlichen Formen können sich die Atome zu verschiedenen Körpern zusammensetzen und so die Mannigfaltigkeit der Phänomene, das Werden und Vergehen, im Sinne von Heraklit erklären. Gemäß der Lehre von Anaximenes wird nun durch die Abstände der Atome die Vielfalt der materiellen Existenz interpretiert.

Demokrit glaubte, dass die Bewegung aller Atome einschließlich derer eines belebten Körpers, durch Gesetze bestimmt sei. Ein Teil der Atome eines belebten Körpers sollte die Seele oder den Geist bestimmen.
Der griechische <http> Philosoph <http> Platon (auch: "Plato", eigentlich Aristokles) lebte in Athen <http> von ca. 427 v. Chr. <http> bis 347 v. Chr. <http> Er war ein Schüler <http> des Sokrates <http> und Lehrer <http> des Aristoteles <http> . In seinen Dialogen verwendet Platon oft Sokrates als literarische Figur. Dies ist die hauptsächliche Quelle für die Philosophie des Sokrates, der selbst keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen hat. Jedoch ist die Grenzlinie zwischen Platons eigener Philosophie und der des Sokrates schwer zu ziehen. Platoniker gehen davon aus, dass nur Ideen die Wirklichkeit bilden, während die materielle Welt nur ein unvollkommenes Abbild der Ideensphäre bildet. Diese Ideen sind gleichsam weit in die reelle oder imaginäre Vergangenheit projizierte Idealbilder von so universellen Begriffen, wie z.B. Güte, Staat, Schönheit, Wahrheit etc. Dieses Weltverständnis ist in seinem Wesen reaktionär und interpretiert jegliche Art von Veränderung als Entfernung von dem anzustrebenden Urzustand. Plato brachte diese Weltsicht in seinem berühmten Höhlengleichnis <http> zum Ausdruck:

Einige Menschen sind von Geburt an in einer Höhle so festgebunden, dass sie dem Licht ständig den Rücken zukehren und immer nur auf eine schwach angeleuchtete Höhlenwand blicken können. Alles, was sich hinter ihnen abspielt, wirft einen Schatten an die Wand. Da sie nichts anderes wahrnehmen, halten die Menschen diese Schattenbilder für die wirklichen Dinge.

Mit diesem Gleichnis will Platon seine objektiv-idealistischen Grundgedanken verdeutlichen, dass die raum-zeitliche Welt, in der die Menschen tätig sind, nur ein unvollkommenes Abbild, ein Schatten der wahren, wirklichen Welt der Ideen sei.

Der Platonismus erhält durch das Christentum neuen Aufschwung, indem Platon z.T. sogar als "philosophischer Vordenker" interpretiert wird.

Einen enormen Einfluss auf die Physik für fast 2 000 Jahre hatten die Arbeiten von Aristoteles (384-322 v. Chr.), einem Schüler Platons. Insbesondere durch die Schriften des Aristoteles ist überhaupt das frühere Denken zusammengestellt worden. Seine Lehren verfestigten sich im Lauf der Zeit zu festen Dogmen, und es dauerte lange, bis sich die Physik aus dessen Fesseln befreien konnte.

Aristoteles verwarf die Vorstellung der Atomisten, denen er vorwarf, keine Gründe für die beständige Bewegung der Atome anzugeben, und übernahm die Aufteilung in die vier Grundstoffe Feuer, Erde, Wasser und Luft und eines fünften, des Weltäthers, der „Quintessenz“ (lateinisch quinta essentia: fünfter Stoff).

Aristoteles befaßte sich bei dem Studium der Logik mit der Untersuchung besonderer Formen der Argumente und weniger mit den Inhalten. Er hat die Denkprozesse in Richtung folgerichtigen Denkens mechanisiert. Aristoteles entwickelte Regeln für Denkketten, die von bestimmten Voraussetzungen ausgehend immer zu richtigen Schlüssen führen würden (Gültigkeitsregeln). Die Hauptverbindungen im Denkprozeß sind die Syllogismen: Satzpaare, die zusammengenommen, zu einem neuen Schluß führen. Das klassische Beispiel hierzu: „Alle Menschen sind sterblich“ und „Alle Griechen sind Menschen“, ergeben den gültigen Schluß, dass „Alle Griechen sterblich sind“. Aus dem Aufbau komplexerer Denksysteme ergibt sich die Wissenschaft.

Jahrhunderte später, nachdem sich die abendländische Denkweise auf eine materialistische Weltanschauung reduziert hatte und sich die ursprüngliche christliche Gedankenwelt ebenfalls seit langem dem Prinzip Geist-Körper unterworfen (die Irrlehre von der unsterblichen Seele) hatte, begann in der Renaissance ein gesellschaftlich geistiger Emanzipationsprozess, der darauf abzielt, allein auf dem Glauben an Autoritäten beruhende Denkweisen kritisch zu hinterfragen. Mit Autorität ist in diesem Zusammenhang die staatliche, als auch die religiöse Führung gemeint. Die moderne europäische Aufklärung ist somit als das Ablegen einer christlich-mittelalterlichen Lebenshaltung zu verstehen, die das Heidnische der Antike <http> vom Gegenbild zum Vorbild machen konnte.

Der aufgeklärte Mensch sollte gemäß der Kernaussagen der Aufklärung nicht mehr den Vorgaben der Obrigkeiten oder von Mode und Zeitgeist vertrauen, sondern nach der Definition von Immanuel Kant aus „seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ herausgehen und sein Leben und Denken selbst bestimmen.

Als Folge dieser Entwicklung befinden wir uns nun in einem Zustand der relativen Unabhängigkeit von Glauben und Gehorsam. Allerdings hat die Aufklärung ihr Ziel verfehlt: Die selbstverschuldete Unmündigkeit besteht weiterhin, nur die Art der Autorität hat sich geändert. Wir sind nun geistig gefangen in einem Allmachtsglauben an die materialistischen Wissenschaften, die so seltsame Blüten wie die Theorie vom Urknall oder von der Evolution geschaffen hat.



Nicht umsonst wird in der Bibel explizit davor gewarnt, sich von den "Philosophen davontragen zu lassen". Dies ist die Aufforderung, die strikte aristoltelische Logik als einen Sonderfall im Materialismus zu begreifen, Materie und Energie als eine untrennbare identische Einheit zu verstehen, genauso wie Leib und Seele.

"Diejenigen die wissen, die reden nicht.

Diejenigen, die reden, wissen nicht"
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Beitragvon Michael/CH » 03.07.2007 20:09

Lieber Thomas

Das ist ja schön und gut... Aber welche Irrlehren haben sich denn nun eingeschlichen? Konkret bitte! Danke.
Was ist denn laut dir die richtige Lehre?

Gruss
Michael / CH
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Beitragvon Ulrich » 04.07.2007 09:37

Lieber Michael,

Konkret hat durch diese Denkansätze Origenes die Allversöhnung entwickelt.

Augustinus meinte in einigen Passagen bei Paulus das Höhlengleichnis von Platon wiederzufinden, z.B. in dem undeutlichen Sehen in 1. Kor. 13. So, wie Platon versucht die wirkliche Wahrheit hinter Wahrnehmung zu entdecken, so versucht der Theologe, beginnend mit Augustinus, die tatsächliche Bedeutung hinter den Worten der Bibel zu entdecken.

Man muss Geistlicher, also Eingeweihter, sein, um die Bedeutung biblischen Textes angeben zu können. Im Gunde genommen unterstellt dieser Ansatz: Gott kann in seinem Wort nicht sagen was er meint, er braucht Interpreten.

Um "falsche", spricht wortwörtliche, Interpretationen zu vermeiden hat man dem Volk, "das dass Gesetz nicht kennt", erst einmal das Bibellesen verboten, natürlich wissend, dass jeder, der nicht platonisch oder platonistisch verseucht ist, sofort merkt, dass das Ganze Lehrgebäude nur Lug und Betrug ist.

Augustinus hat z.B. die Bedeutung von "Philosophie" umgedeutet. Damit konnte er Kolosser 2,8 (von Thomas angeführt) stehen lassen. Trotzdem wird, beginnend mit Augustinus, in Bibelschulen und theologischen Seminaren Philosophie gelehrt. In der BRD hast du das heute schon in "gutem" Religionsunterrricht" am Gymnasium. Als ich ausgehend von Apg. 17 wissen wollte was epikuräische Philosophen sind, hat mir meine Tochter ihr Schulheft gegeben.

Weiter hat Augustinus die theologische Grundlage für das Christentum als Staatsreligion geliefert. Das musst du dir einfach einmal in Ruhe überlegen. Unendlich viele Bibelstellen sprechen davon das wir hier keine bleibende Stadt haben, dass unser Bürgertum in den Himmeln ist, dass wir hier Fremdlinge und ohne Bürgerrecht sind, usw. Augustinus ficht das alles nicht an, denn der erkennt die wirkliche Bedeutung hinter den Schattenbildern.

Tatsächlich ist das Ergebnis auf den ersten Blick überwältigend. Oberflächlich betrachtet verschwindet kurz nach Augustinus das komplette Heidentum aus dem dann christianisierten Europa. Wenn man aber genauer hinsieht, dann ist gar nichts verschwunden. Auf der Grundlage der Theologie von Augustinus ist das komplette Heidentum in der christianisierten westlichen Welt untergeschlüpft.

Bei einer genaueren Untersuchung kann man sehr leicht feststellen, dass die Zustände, wie sie in Römer 1 ab Vers 18-32 beschreiben werden, die Zustände bei den Anhängern der Akademie Platon's waren, in Römer 2 hast du dann das Urteil über die ethisch höher stehende Schule Epikurs. Beide hatten eins gemeinsam, Sie behaupteten es gäbe keinen Gott.

Plötzlich finden wir im 2. Timmotheusbrief eine Zustandbeschreibung der Christenheit in den letzten Tagen. Dieser Zustand deckt sich weitgehend mit der Zustandsbeschreibung die auf die Anhänger der Akademie Platon's zutrifft. Ich denke die Ursache ist eigentlich jedem klar. Die Philosophie Platons ist durch Augustinus christlicher Leitgedanke geworden.

In seiner Predigt über Augustinus hat John Piper folgende Passage: (Jeder der Englisch kann, kann sich die Predigt als mp3 herunterladen)

"Wenn ein junger Mann mit seiner Freundin zusammenzieht und beginnt Platon zu lesen, freue dich! Nicht das du ihn dazu ermuntern solltest, aber es könnte der Anfang seiner Errettung sein!"

Er stellt dabei ganz eindeutig den Beginn des Bekehrungsprozesses von Augustinus (dieser vermeintliche Prozess hat weit über 10 Jahre gedauert) an den Punkt, als Augustinus eine uneheliche Beziehung einging, aus der auch sein Sohn hervorging. Gleichzeitig began Augustinus Platon zu lesen.

In dieser Predigt über Augustinus kannst du dann auch lernen, dass John Piper sich darüber freut, das sein eigener Baum, der "christliche Hedonismus" in so tiefem Grund gepflanzt ist.

Ja, der Hedonismus hat tasächlich seine Wurzeln in der Schule von Sokrates und Platon, dass kann man nur bestätigen. Darum ist das die aktuellste Irrlehre, die von der Pflicht zur Freude.

herzliche Grüße

Ulrich

P.S. Die Wahrheit von der Entrückung der Versammlung verschwand dann ungefähr zeitgleich aus den Glaubensüberzeugungen. Das stand zwar so in der Bibel, "dem Herrn entgegen in die Luft", aber der Sinn hinter dem "Schattenbild" war ein anderer.
Ulrich
 

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