Ehelosigkeit

Fragen zur christlichen Taufe, christlichen Ehe, christlicher Kindererziehung, christliches Zusammenleben in Familie und Versammlung und in der Welt

Ehelosigkeit

Beitragvon Anita » 16.06.2010 10:22

Liebe Brüder, liebe Schwestern
Kürzlich wurde in einem Thread das Thema Ehelosigkeit angeschnitten (von Ulrich) und daraufhin als Antwort (von Antonia) die Gabe der Ehelosigkeit, respektive eben dass diese Gabe der Ehelosigkeit nicht gegeben sei. Kurz daraufhin in einem anderen Thread wie und ob unser Herr uns den richtigen Ehepartner zeigt.
Jetzt las ich in einem Bericht von einem Missionar, dass die Gabe der Ehelosigkeit auch nur für einen gewissen Zeitraum (meist in Zusammenhang mit einem Dienst) gegeben sein kann, sich aber verändern kann. Diese Aussage war mir völlig neu. Ich dachte immer: entweder oder, und zwar für ewig.
Nach den wunderschönen Zeugnissen von glücklichen Ehen frage ich mal in die Runde nach Zeugnissen von glücklicher und überzeugender Ehelosigkeit.
Wie erkennt man, dass man die Gabe der Ehelosigkeit hat? Wie erlangt man die Gewissheit, dass diese Gabe sich nicht verändert?
Für praktische wie schriftgebundene Antworten wäre ich sehr dankbar.
Herzliche Grüsse, verbunden in IHM
Schwester Anita
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon bobby » 16.06.2010 15:41

Ich kenne zum Thema nur Matthäus 19.11 :10. Seine Jünger sprechen zu ihm: Hat ein Mensch solche Pflichten gegen seine Frau, so ist es nicht gut, zur Ehe zu schreiten!
11. Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern nur die, denen es gegeben ist.
12. Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!


Wir hatten an anderer Stelle darüber ein Thema, verstanden habe ich die Stelle nie vollständig.
Liebe Grüße bobby!
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Hans Peter » 16.06.2010 17:57

Lieber Bobby
der Herr wollte den Jünger schlicht sagen, dass sie vor dem Schwatzen das Gehirn einschalten sollten.
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon bobby » 17.06.2010 12:13

Das verstehe ich!
Liebe Grüße bobby!
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Hans Peter » 17.06.2010 12:29

Jetzt las ich in einem Bericht von einem Missionar, dass die Gabe der Ehelosigkeit auch nur für einen gewissen Zeitraum (meist in Zusammenhang mit einem Dienst) gegeben sein kann, sich aber verändern kann. Diese Aussage war mir völlig neu. Ich dachte immer: entweder oder, und zwar für ewig.

Liebe Anita
es wird eben viel so dahergesagt, auch von Missionaren und solchen die meinen sie sei3n Missionaren.
Bei einer so unklaren Aussage muss man einfach immer gleich zurückfragen und den Beweis für dies Meinung einfordern. Nur so kommt man Gerede bei.
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Hans Peter » 17.06.2010 12:34

Gaben soind Dinge die man vn Gott hat und die man weil man sie ja hat für Gott leben kann. Da gibts auch keie Zweifel.

Ich habe auch e i n e Gabe, die Gabe des Verheiratet sein.
Es gibt so wie ich es von der Schrift her sehe, nur noch eine zweite Gabe, das ist die Gabe des Unverheiratet sein.
Mehr Personal Gaben gibt es, so wie ich es von der Schrift her überblicke, nicht mehr.

1. Korinther Kapitel 7 Vers 7 (Elberfelder 1905)
7Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie auch ich selbst; aber ein jeder hat seine eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Ulrich » 17.06.2010 21:40

Liebe Freunde,

ich denke die Schrift ist, gerade was Christen betrifft in den Briefen unzweifelhaft und uninterpretierbar eindeutig.
1. Korinther Kapitel 7 Vers 11 (Elberfelder 1905)
11(wenn sie aber auch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet, oder versöhne sich mit dem Manne) und daß ein Mann sein Weib nicht entlasse.
Römer Kapitel 7 Vers 2 (Elberfelder 1905)
2Denn das verheiratete Weib ist durchs Gesetz an den Mann gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz des Mannes.
1. Korinther Kapitel 7 Vers 39 (Elberfelder 1905)
39Ein Weib ist gebunden, so lange Zeit ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, an wen sie will, nur im Herrn.
Da geht es dann nur noch um Gehorsam! Christen sind zum Glaubensgehorsam befreit, wie wir auch so schön in einem Lied singen. Nur deswegen können wir über haupt dienen. Deswegen hat der HERR Jesus uns von der Knechtschaft der Sünde befreit.
Römer Kapitel 8 Vers 15 (Elberfelder 1905)
15Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!
Galater Kapitel 5 Vers 1 (Elberfelder 1905)
1Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joche der Knechtschaft halten.
Hebräer Kapitel 2 Vers 15 (Elberfelder 1905)
15und alle die befreite, welche durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren.
Nirgendwo lehrt die Schrift, dass ein Christ zum Gehorsam eine besondere Begabung braucht. Wir kennen den Fall, wo zwei Verlobte in Hurerei fallen, die allerdings vorher nicht gehurt hatten, nur diese beiden. Auf dieser Art vor Hurerei steht als Strafe die Ehe. Wenn aber dieser Vorgang in der Stadt geschah und die Frau hatte nicht geschrien, dann musste beide getötet werden. Natürlich will ich niemanden steinigen, wir müssen aber die Sachverhalte an Hand des Wortes Gottes und unter Gebet auf die Gemeinschaftssituation innerhalb der Gemeinden anwenden. Da gibt es dann durchaus Situationen in denen man dringend zu Ehelosigkeit raten muss. Sicher wird daraus niemand eine Empfehlung zur Hurerei machen wollen. Nach meinem Schriftverständnis wurden hier in den letzten Tagen Vorgänge geschildert, da kann man in Verantwortung vor dem HERRN nur dringend die Empfehlung zur Ehelosigkeit aussprechen.

herzliche Grüße

Ulrich
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Anita » 18.06.2010 10:33

Liebe Brüder, liebe Geschwister
Habt Dank für Eure Antworten. Mich hatten - ähnlich wie Ulrich - auch gewisse Schilderungen in einem anderen Thread, tja, sagen wir mal "irritiert". Vor allem die überzeugte Antwort von Dir Antonia (falls Du es liest), dass Du die Gabe der Ehelosigkeit nicht besitzt. Als mir dann am Telefon noch eine sehr, sehr alte Schwester erzählte warum sie ehelos blieb und ich die Aussagen von jenem "Missionar" las war ich über meinen bisherigen persönlichen Standpunkt plötzlich etwas verunsichert.
Danach las ich im 1. Korintherbrief (7) sowie in Matthäus 19 und die Stellen in Mose (Schöpfungsordnung). Zudem habe ich zum zweiten Mal - nach längerer Zeit - wieder das Buch von Rudolf Ebertshäuser "Als Frau zur Ehre Gottes leben" gelesen. Ich kann das Buch Dir liebe Antonia wie auch anderen Interessierten sehr ans Herz legen. Es gibt aber bestimmt auch noch andere gute Literatur zu diesem Thema (z.B. von A. Steinmeister).

Liebe Antonia, als ich mich bekehrte war ich auch noch mit einem Mann "zusammen", der für mich damals die erste und grosse Liebe meines Lebens zu sein schien.
Dann kamen Differenzen in der Art wie Du sie geschildert hast. Erst später habe ich die Zusammenhänge aus der Schrift zum "ungleichen Joch" gelesen und erkannt, begriffen, dass der Herr darauf nie einen Segen legen wird (von dem ganzen Herzleid und den seelischen Übungen ganz zu schweigen die damit verbunden waren, auch für den Mann!).
Vielleicht hilft Dir - wie mir damals - auch eine zeitliche und räumliche Trennung. Empfehlsam für Deinen Freund wäre auch das Buch von Herrn Ebertshäuser "Als Mann zur Ehre Gottes leben". Eine ernsthafte Bereitschaft sich damit auseinander zu setzen sollte doch von beiden (Mann und Frau) vorhanden sein bevor man sich "ewig" bindet. Der Wille unseres Herrn sollte doch bei allen Entscheidungen Priorität haben (zu unserem Schutz, dass wir Segen von IHM erfahren ...)
Ulrich hat es in seinem Beitrag - meines Erachtens - auf den Punkt gebracht:
Ulrich hat geschrieben:Nirgendwo lehrt die Schrift, dass ein Christ zum Gehorsam eine besondere Begabung braucht.

Herzliche Grüsse
Schwester Anita
PS: evtl. könnte man die vorgeschlagene (oder weitere) Literatur noch verlinken (gibt es als pdf-Dateien), wenn das ok ist.
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Hans Peter » 18.06.2010 12:35

Dateianhänge
Als_Frau_zur_Ehre_Gottes_leben_Internet[1].pdf
(1.71 MiB) 20-mal heruntergeladen
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Antonia » 18.06.2010 15:17

Liebe Geschwister. Liebe Anita

Bin etwas überrascht, wem soll ich gehorsam sein??

Welches Fundament habt ihr, um vorzuschlagen, dass ich ledig bleiben sollte?
Also, ich bin die erste, die manchmal Zweifel hat, ob und wie es mit meinem Freund weiter gehen soll, und die Bitte um Klarheit gehört zu meinem täglichen Gebet, ebenso zu seinem, muss ich sagen. Wir haben uns ein paar Mal getrennt, und dabei immer um Weisung gefleht. Und wir komme immer wieder zusammen! Das mit dem ungleichen Joch ist uns beiden klar, aber wir sind ja beide bekehrt! Wir sind beide Kinder Gottes! Das Problem habe ich schon geschildert, dass es so lau und gleichgültig ist, aber wenn nicht mal ich mich dazu traue, ihn deswegen die Errettung abzusprechen, könnt ihr das noch viel weniger, oder? Und wenn er mein „Bruder“ ist, sollte er nicht auch mein Ehemann werden dürfen, aus Gottes Sicht? (unabhängig von den ganzen Schwierigkeiten) Soll ich ledig bleiben "nur" weil mein Freund so kindlich ist im Glauben? Gibt es keine bessere Alternative?

Also das Thema ungleichen Joch gibt es nicht. Er ist Christ, so wie ich, sonst wäre die Sache klar.
Also wem soll ich gehorsam sein? Gott hat mich keine Sekunde ins Herz gelegt, mich von ihm zu trennen, im Gegenteil.
Die meisten von uns sind für die Zweisamkeit gemacht, das ist unbestritten, mit Gott als Dritter! Also, wer sagt mir und warum, dass ich allein bleiben soll, wenn es ein Bruder im Herrn gibt, der mich liebt und den ich liebe? Er soll im Glauben weiter wachsen, und was er dafür bracht, ist nicht die Trennung von mir, sondern Gebet von Geschwister, Weisung und gute Vorbilder. Und das haben wir leider nicht. Deswegen habe ich euch auch um eure Gebete gebetet, nicht damit wir uns trennen, sondern damit er zum Brennen kommt und einen sogenannten „Durchbruch“ hat. Oder wenigsten, neutral, um Weisung, Gehorsam und Vertrauen. Aber Trennung zu empfehlen ist zu einfach, und in meinem Fall, auch nicht berechtigt, denn ich will ja einen Bruder heiraten, und das ist bestimmt nicht Ungehorsam.

Welcher Mensch kann mir also sagen, dass Gottes Wunsch für mich das Ledigbleiben ist?

Also liebe Geschwister, ich weiss, das meint ihr wirklich gut, und ihr wollt nur helfen, ehrlich, dass weiss ich. Aber seid bitte nicht zu schnell dabei, jemand die Errettung abzusprechen, und wenn er dann doch ein Bruder ist, dann braucth er ( und ich) eure Gebete, und darum bitte ich euch noch mal, ok?

Vielen Dank an euch alle!

P/S: Diese Bücher von Eberthäuser haben wir beide schon gelesen, also danke für den Tipp, die sind echt gut.
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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Ulrich » 18.06.2010 21:14

Liebe Antonia,

vor ein paar Monaten hatte ich eine Ehepaar zu einem seelsorgerischen Gespräch hier. Sie hatten sich beide bekehrt, als die [Standesamtliche]Ehe schon bestand. Als ganz offensichtlich wurde, dass ungerichtete Schuld auf dem Weg lag, habe ich die beiden gefragt, ob sie denn Buße über alle Beziehungen getan hätten, die sie im Eigenwillen vor der Ehe eingegangen waren. Daruaf bekam ich eine sehr interessante Antwort: "Über die schlechten, ja!" Dabei taucht natürlich die Frage auf, wie die Bibel wohl "gute Hurerei" definiert.

Du hast in deinem langen Vorstellungsstatement von vielen Hurerein, unter anderem auch mit deinem aktuellen Freund geschrieben.

Nun, Gehorsam einfach dem Wort Gottes gegenüber.

Ich wünsch die Gnade

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Re: Ehelosigkeit

Beitragvon Hans Peter » 19.06.2010 11:19

Hallo Hans-Peter,
da der Thread gesperrt ist, kann man da leider nicht mehr posten.

Ich halte es für wichtig, darauf hinzuweisen, daß es sehr wohl beiden Gaben geben kann bei EINEM Menschen.

Nämlich bei den Witwen oder Witwern. Wieviele Menschen verlieren ihren Lebenspartner nicht erst in hohem Alter. Und entscheiden sich dann ganz bewußt im Anschluß für die Ehelosigkeit.
Zwei Opas in unserer Familie blieben im Krieg vermißt, die "Omas" waren damals Mitte dreißig. Sie blieben beide fortan ohne Mann und zogen die Kinder alleine groß.

Gruß
Thomas
In IHM
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