Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen

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Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen

Beitragvon stefan_m » 31.05.2008 17:56

Hallo ihr Lieben,



Matthäus Kapitel 25 Vers 1 - 13 (Elberfelder 1905)
1Alsdann wird das Reich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. 2Fünf aber von ihnen waren klug und fünf töricht. 3Die, welche töricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; 4die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen. 5Als aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! gehet aus, ihm entgegen! 7Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. 8Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen. 9Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch selbst. 10Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit; und die Tür ward verschlossen. 11Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf! 12Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. 13So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde.



Wir haben am Freitag diese Stelle betrachtet.
Hier einige Fragen zur Auslegung.

1. Wer oder was sind die 10 Jungfrauen, warum 10?
2. Wann war/ist Mitternacht?
4. Wie merkten die törichten Jungfrauen das sie Öl brauchen* bzw. was sind die Lampen? *(Die Antwort, das sie es daran merkten, dass ihre Lampen erlöschen gilt nicht!)
3. Wer oder was sind die Händler?
5. Wer heiratet wen und wann?
6. Was ist die Rolle der 5 Jungfrauen auf der Hochzeit?
7. Was passiert mit den törichten Jungfrauen?
liebe Grüsse
Stefan
stefan_m
 
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Beitragvon Hans Peter » 31.05.2008 19:28

Lieber Stefan

Streng genommen ist Matthäus 25,1 -13 nicht ein eigentliches Gleichnis, einfach darum, weil es
a) hier nicht steht und ER
b) zu den Jüngern spricht
Matthäus Kapitel 24 Vers 3 (Elberfelder 1905)
3Als er aber auf dem Ölberge saß, traten seine Jünger zu ihm besonders und sprachen: Sage uns, wann wird dieses sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters?
und nicht zur Volksmenge. Solange die Volksmenge dabei war sprach ER in Gleichnissen,
Matthäus Kapitel 13 Vers 34 - 35 (Elberfelder 1905)
34Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, welcher spricht: "Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war."



In dem Verband der 10 {Königreich der Himmel "Gleichnisse"}, sind welche, die werden Gleichnisse genannt, andre nicht, aber das ist hier nicht das erste Thema.

Matthäus 25,1 -13 ist das Mittlere Haustück der 5. und letzten Rede des Herrn im MtE, die beginnt mit dem Weggehen des Herrn vom Tempel in Mt 24.1 und endet mit
Matthäus Kapitel 26 Vers 1 (Elberfelder 1905)
1Und es geschah, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern:

In diesen Versen ist ein Teilaspekt der Antwort des Herrn bezüglich der 3 Frage der Jünger in ]Mt 24:3[/bible].

Wir haben zu Unterscheiden zwischen der Lehrantwort des Herrn in Mt 24.4- 24.31, dann der bildhaften / gleichnishaften Erklärungen als Einschub in den Versen Mt 24.31 - 25.30 und dann dem Wiederaufnehmen der lehrhaften Erklärung von 25.31 - 25.46. Die Kapiteleinteilung verdunkelt optisch manchmal wenn man nicht aufpasst die Gedankengänge, sie sind rein praktisch und haben nie eine geistliche Bedeutung, auch wenn ich sie auch vielfach als "Eselsbrücken" gebrauche.

Die Darlegungen über das Königreich der Himmel (in der Elberfelder fälschlicherweise mit "Reich der Himmel" übertragen), beginnen mit dem Hinweggehen des Herrn aus dem Hause Israel hinaus und Seinem "an den See setzen", Kp12/Kp13.
Mt 25. 1 - 13 Auslegung in sich selbst, gibt immer komplett unsinnige Bibelbetrachtungen. Wenn vor unseren "geistigen" Augen klar ist, dass es hier nicht um Israel und nicht um die Kirche sondern um Das Königreich der Himmel geht, dann geht die Auslegung von Mt 25 1- 13 etwa 180" lang. Wenn man dann länger braucht hat, man das Umfeld nicht gelesen.
(Wie meistens bei mir überspitzt und abstrakt dafür todernst gemeint...)

Von Mt 24.4 bis Mt 25.30 geht es um die Ankunft des Sohnes des Menschen Als "Sohn des Menschen" ist ER Christus der König Israels und der Herrscher über die Welt.
Matthäus Kapitel 13 Vers 34 - 35 (Elberfelder 1905)
34Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, welcher spricht: "Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war."


Dass diese Dinge damals noch Prophetie in die weitere Zukunft waren und nicht unmittelbar bevor standen, war klar, darum auch der Hinweis mit dem "Lesen".
Matthäus Kapitel 24 Vers 15 (Elberfelder 1905)
15Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von welchem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, stehen sehet an heiligem Orte (wer es liest, der beachte es),


Das Königreich der Himmel kann man in 5 zeitliche Abschnitte unterteilen:
AT = reine Prophetie
Evangelien_ Der König ist da, das Reich ist Nahe
Briefe= Der König ist von der Welt verworfen und die Seinigen auch.
1000JR Die irdische Erfüllung des Königreiches
Ewigkeit = die ewige Bestimmung.

Das Königreich der Himmel besteht nicht aus Wiedergeborenen, es ist nicht die Versammlung, aber im Königreich der Himmel hat es Wiedergeborene und Bekenner. Innerhalb des Königreiches der Himmel hat es währende dem Zeit- Abschnittes wo der Heilige Geist auf Erden im Leibe Christi ist, also von Pfingsten bis zur Entrückung der Verssammlung auch die Christen innerhalb dem KDR.
Das Königreich der Himmel hört aber nicht mit der Entrückung auf. Die Entrückung selbst kann natürlich in den Evangelien noch nirgends erwähnt werden, weil auch auch innerhalb der Evangelien nie von der "Christlichen Versammlung" als "Leib Christi" oder Braut des Lammes die Rede ist. Das ist in den Evangelien noch ein Geheimnis und für viele heute auch noch....
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Beitragvon Hans Peter » 31.05.2008 20:32

VON
Matthäus Kapitel 24 Vers 32 (Elberfelder 1905)
32Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennet ihr, daß der Sommer nahe ist.


ABER
Matthäus Kapitel 24 Vers 37 (Elberfelder 1905)
37Aber gleichwie die Tage Noahs waren, also wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.


ALSDANN
Matthäus Kapitel 24 Vers 40 (Elberfelder 1905)
40Alsdann werden zwei auf dem Felde sein, einer wird genommen und einer gelassen;


DESHALB
Matthäus Kapitel 24 Vers 44 (Elberfelder 1905)
44Deshalb auch ihr, seid bereit; denn in der Stunde, in welcher ihr es nicht meinet, kommt der Sohn des Menschen. -


Alsdann
Matthäus Kapitel 25 Vers 1 (Elberfelder 1905)
1Alsdann wird das Reich der Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen.


Denn
Matthäus Kapitel 25 Vers 14 (Elberfelder 1905)
14Denn gleichwie ein Mensch, der außer Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab:


Diese Abschnitte gilt es zu Unterscheiden nicht zuerst zeitlich, sondern von Ihrem Charakter her.

FF
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:37

1. Wer oder was sind die 10 Jungfrauen, warum 10?


In diesem Abschnitt der Erklärung der prophetischen Ereignisse geht es um die persönliche Verantwortung eines jeden innerhalb des Königreiches der Himmel. Und die Zahl 10 deutet eben die Verantwortung an.
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:53

2. Wann war/ist Mitternacht?


Mitternacht ist hier als ein Vergleich herangezogen. Falsche Auslegungen haben dann dazu geführt, dass Brüder im 19. Jahrhundert geschrieben haben, dass nun der Mitternachtsruf erschallen sei. Das ist natürlich ein (*) Blödsinn, denn dann hätte das Gleichnis 1700 Jahre wert- und sinnlos in der Bibel gestanden. Nein! Mitternacht ist jetzt zB: um 06.44, das heisst, ich muss jetzt, (immer) wachen.


(*) Ich habe diese Interpretation auch lange nachgeschwatzt, weil ich auch nicht nachgedacht habe, sondern für mich denken liess und eigentlich fast jeden Schmarren glaubte, wenn er nur von der Brüderecke herkam. Ich habe ja sogar dem Brüdercalvinismus geglaubt, der ja die noch dummer Variante der Calvinirrlehre darstellt. Erst als ich dann gemerkt habe, welch moralisches verderbtes Unwesen Calvin war, war ich fähig, auf Brüder zu hören, die das Wort Gottes erklärten und nicht die Bibel "erklärten" .

Calvin =
2. Korinther Kapitel 11 Vers 13 - 15 (Elberfelder 1905)
13Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, welche die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; 15es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird.
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:57

4. Wie merkten die törichten Jungfrauen das sie Öl brauchen* bzw. was sind die Lampen? *(Die Antwort, das sie es daran merkten, dass ihre Lampen erlöschen gilt nicht!)


In diesem Vergleich wird festgestellt, dass alle auf dem Weg zu der Hochzeit waren. Die Hochzeit hier hat nicht mit der Entrückung oder dem Eingang in das 1000JR zu tun, sondern eben mit der damaligen Sitte des Hochzeitfestes.
Nun hat sich hier der Bräutigam verspätet, (die Braut wird hier gar nicht erwähnt, weil es ja nicht um sie geht, sondern "wachen"), und alle, die klugen wie die dummen schlafen ein.

Sobald man in einem Gleichnis auf einen falschen Punkt fixiert ist, streut das Licht und man hat keine Klarheit, sondern alles wird diffus.

Ein Parabolspiegel hat einen Brennpunkt. Das Wort Gleichnis, gr. Parabel, ist eben gekennzeichnet dadurch, dass es eine Kernaussage hat. Und die ist: "das wachen". Sobald man irgend ein Gegenstand der benötigt wird, um den Kernpunkt darzustellen, erklärt haben will, ausser dem Brennpunkt, wird man angeschmiert...
Zuletzt geändert von Hans Peter am 01.06.2008 09:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:57

3. Wer oder was sind die Händler?


Natürlich kann man Anwendungen machen, wenn es einem nicht um die Aussage des Gleichnisses geht. Dann kann man zB.: sagen, dass jeder einzelne für sein Seelenheil selbst verantwortlich ist und zu rechten Zeit das Heil erwirbt.
Jesaja Kapitel 55 Vers 1 - 3 (Elberfelder 1905)
1He! ihr Durstigen alle, kommet zu den Wassern; und die ihr kein Geld habt, kommet, kaufet ein und esset! Ja, kommet, kaufet ohne Geld und ohne Kaufpreis Wein und Milch! 2Warum wäget ihr Geld dar für das, was nicht Brot ist, und euren Erwerb für das, was nicht sättigt? Höret doch auf mich und esset das Gute, und eure Seele labe sich an Fettem! 3Neiget euer Ohr und kommet zu mir; höret, und eure Seele wird leben. Und ich will einen ewigen Bund mit euch schließen: die gewissen Gnaden Davids. -
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:58

5. Wer heiratet wen und wann?


Siehe oben, es geht nicht um eine spezielle Heirat, weder um die der Braut des Lammes (Schon gar nicht) noch um die Braut Christi, sondern um das "wach" sein. Alles weitere sind Anwendungen die kann man machen oder auch nicht, aber man verdunkelt dabei immer den Sinn der Sache. Der Sinn der Sache ist "das Wachen".
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:58

6. Was ist die Rolle der 5 Jungfrauen auf der Hochzeit?


Normalerweise dienen die Jungfrauen der Braut und zeigen durch ihre Zurückhaltung vor allem die Schönheit der Braut. Aber wie schon geschrieben, es geht nicht um das Hochzeitsfest. Das Hochzeitsfest "gehört" zur Parabel, aber es ist nicht der Sinn der Parabel.
Zuletzt geändert von Hans Peter am 01.06.2008 13:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Hans Peter » 01.06.2008 06:59

7. Was passiert mit den törichten Jungfrauen?


Da das Gleichnis ein Gleichnis der Königreich der Himmel Serie ist und die Verantwortung innerhalb dieses Reiches bis zum Ende des 1000JR geht, haben wir die Erklärung dazu in den folgenden Versen.

Matthäus Kapitel 25 Vers 30 (Elberfelder 1905)
30Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.

Matthäus Kapitel 25 Vers 41 (Elberfelder 1905)
41Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln;

Matthäus Kapitel 25 Vers 46 (Elberfelder 1905)
46Und diese werden hingehen in die ewige Pein, die Gerechten aber in das ewige Leben.
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Beitragvon Ulrich » 01.06.2008 09:16

Lieber Stefan,

1. Wer oder was sind die 10 Jungfrauen, warum 10?
2. Wann war/ist Mitternacht?
4. Wie merkten die törichten Jungfrauen das sie Öl brauchen* bzw. was sind die Lampen? *(Die Antwort, das sie es daran merkten, dass ihre Lampen erlöschen gilt nicht!)
3. Wer oder was sind die Händler?
5. Wer heiratet wen und wann?
6. Was ist die Rolle der 5 Jungfrauen auf der Hochzeit?
7. Was passiert mit den törichten Jungfrauen?


Die 10 Jungfrauen sind durch viele Gemeinsamkeiten gekennzeichnet. Die Übereinstimmungen sind so stark, dass man bis zu dem Geschrei um Mitternacht gar nicht merkt, dass sie nicht vollständig übereinstimmen. Darum denke ich, dass die 10 Jungfrauen grundsätzlich ein gleiches Bekenntnis haben und das man bis zu dem Geschrei um Mitternacht nicht erkennen kann, ob das Bekenntnis der Einzelnen echt oder unecht ist.

Um Mitternacht erklingt Geschrei:
Matthäus Kapitel 25 Vers 6 (Elberfelder 1905)
6Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! gehet aus, ihm entgegen!
Also, plötzlich eine konkrete Aufforderung den Zustand zu verändern. Jetzt wird deutlich, dass nur diejenigen, die Öl dem Bräutigam entgegen gehen und dann mit ihm zur Hochzeit gehen können.

Wir müssen hier schon der Reihe nach vorgehen und den biblischen Text stehen lassen. Vielleicht ist die Funktion einer Öllampe nicht sp richtig bekannt. Da gibt es einen Docht oder Faden. Dieser kann nur Licht abgeben, wenn permanent Öl in Gas umgewandelt wird. Der Docht selbt hat aber sehr wohl ein Material, ähnlich wie wir das heute noch von Kerzen kennen, welches sich bis zu einem bestimmten Punkt selbst verzehren kann und dadurch eine Zeitlang wie ein glimmender Docht erkannt werden kann. Wenn also bei dem Versuch die Öllampe in Betrieb zu nehmen der Docht (die Lampe) erlischt, dann ist offensichtlich in dem Ölbehälter kein Öl. Sobald man die externe Feuerquelle wegnimmt geht die Lampe wieder aus.

Die Händler sind solche, die auch heute Öl versprechen. Das Öl ist deutlich ein Bild vom Heiligen Geist. Das geht so durch die ganze Bibel. So ist z.B. jeder charismatische Erweckungsprediger ein Händler. Aber auch die esoterisch erleuchteten sind solche Händler. Zu dem einzig wahren Händler, dem Brätigam selbst können die törichten Jungfrauen nicht mehr gehen. Sie müssen sich jetzt auf die Dinge verlassen, auf die sie sich immer gestützt haben. Allein auf Grund der Tatsache, dass die klugen Jungfrauen die törichten nicht zu dem Brätigam schicken um Öl zu kaufen wird für micht deutlich, dass das Geschrei oder wie andere sagen der Mitternachtsruf, nicht willkürlich irgendwann innerhalb der Gnadenzeit erschallt. Vor gut einem Jahr habe ich die Auslegung gehört der Mitternachtruf sei mit dem Aufkommen der Brüderbewegung erschollen. So etwas ist einfach unbiblisch und darum dummes Zeug.

Solche mit einem falschen Bekenntnis haben keine Chance mehr beim Bräutigam Öl zu kaufen. Ich denke wir sind hier an dem Punkt, an dem der Menschensohn, dass Lamm Gottes Hochzeit feiert.

Mehr gegen Mittag.

herzliche Grüße

Ulrich
Ulrich
 

Beitragvon Ulrich » 01.06.2008 12:06

Lieber Stefan,

Fortsetzung:

nun ist die Frage nach dem Bräutigam und der Braut nicht ganz so kompliziert. Ich denke es ist ganz eindeutig das hier das Lamm Gottes die Braut heiratet. Die Frage nach dem Zeitpunkt ist da schon ein wenig delikater. Vorab will ich hier noch anmerken, dass die fünf klugen Jungfrauen nicht heiraten, sie nehmen nur an der Hochzeitsfeier teil und zwar als geladene Gäste. Unter diesem Blickwinkel und unter Beachtung der bisherigen Aussagen in dem biblischen Bericht kommen wir dann auch dem Zeitpunkt ein wenige näher.

Wir fassen noch einmal zusammen:

Die törichten Jungfrauen werden zu den Händlern geschickt und nicht zum Bräutigam, nicht zu dem Herrn Jesus. Es gibt offensichtlich keine Chance mehr an den Heiligen Geist, sprich an Öl zu kommen. Die Hochzeit findet also deutlich zu einem Zeitpunkt statt, da kann keine Entscheidung mehr für den HERRN JESUS gefällt werden. Der Hochzeitstermin muss nach dem Ende des 1000JR liegen.

Völlig unabhängig von dem Bibeltext in Matt. 25 sprechen noch mehr Bibelstellen für einen Hochzeitstermin des Lammes zu diesem Zeitpunkt.

Johannes 15 zeigt uns, dass die Braut auch gleichzeitig die Reben am Weinstock sind und Frucht bringen sollen. Gleichzeitig macht der Herr Jesus deutlich, dass er erst im Reich seines Gottes und Vaters wieder von der Frucht des Weinstocks trinken wird.
Matthäus Kapitel 26 Vers 29 (Elberfelder 1905)
29Ich sage euch aber, daß ich von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis an jenem Tage, da ich es neu mit euch trinken werde in dem Reiche meines Vaters.
Markus Kapitel 14 Vers 25 (Elberfelder 1905)
25Wahrlich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis an jenem Tage, da ich es neu trinken werde in dem Reiche Gottes.
Lukas Kapitel 22 Vers 18 (Elberfelder 1905)
18Denn ich sage euch, daß ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis das Reich Gottes komme.
Matt. 26 Reich des Vaters in Mk. 14 und Lukas 22 Recih Gottes. Nun macht uns 1. Kor. 15 deutlich, dass das Reich des Gottes und Vaters erst kommt, wenn der HERR Jesus selbst alles störende beiseite geschafft hat.
1. Korinther Kapitel 15 Vers 24 - 26 (Elberfelder 1905)
24dann das Ende, wenn er das Reich dem Gott und Vater übergibt, wenn er weggetan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht. 25Denn er muß herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26Der letzte Feind, der weggetan wird, ist der Tod.
Auch ohne Hinweis auf Joh. 15 ist es nur schwer vorstellbar, dass eine Hochzeit ohne Wein stattfindet. Also, nach Abwägung dieser Bibelstellen denke ich, dass die Hochzeit des Lammes tasächlich der ewige Zustand ist.

Zu der Rolle der 5 klugen Jungfrauen habe ich oben schon etwas gesagt. Ich denke es sind Gläubige aus dem 1000JR die an der Hochzeit teilnehmen aber nicht selbst heiraten.

Die fünf törichten Jungfrauen sind diejenigen, die sich gegen den HERRN Jesus stellen, wenn der Satan am Ende des 1000JR noch einmal losgelassen wird. Obwohl sie 1000 Jahre unter der Segensherrschaft des Sohnes des Menschen gelebt haben, haben sie ihn doch nicht als HERRN angenommen.
Offenbarung Kapitel 20 Vers 7 - 9 (Elberfelder 1905)
7Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden, 8und wird ausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, sie zum Kriege zu versammeln, deren Zahl wie der Sand des Meeres ist. 9Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam [von Gott] hernieder aus dem Himmel und verschlang sie.
Offenbarung Kapitel 20 Vers 12 - 15 (Elberfelder 1905)
12Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch ward aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. 13Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee. 15Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buche des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.
Die letzten Verse von Offenbarung 20 machen deutlich, was mit Ihnen geschehen wird.

herzliche Grüße

Ulrich
Ulrich
 

Untersuchung endzeitlicher Aussagen der Heiligen Schrift

Beitragvon stefan_m » 01.06.2008 19:59

Vielen Dank für eure Antworten!
Gestern las ich eine Auslegung von J.D.Pentecost. Der Mauszeiger blieb genau an dieser Stelle stehen.
Ich denke es passt ebenfalls genau auf dieses Thema.

Die Hochzeit des Lammes
In vielen neutestamentlichen Stellen wird die Beziehung zwischen Christus und der
Gemeinde durch den Gebrauch des Bildes von Bräutigam und Braut geoffenbart (Joh.3,29;
Röm.7,4; 2.Kor.11,2; Eph.5,25-33; Offb.19,7-8; 21,1-22,7). Bei der Entrückung der
Gemeinde erscheint Christus als der Bräutigam, um Seine Braut zu sich zu nehmen, damit die
versprochene Ehe geschlossen werden kann und die beiden eins werden können.

a) Die Zeit der Hochzeit
Sie wird in der Schrift als Ereignis geoffenbart, das zwischen der Entrückung der Gemeinde
und der Wiederkunft liegt. Vor der Entrückung erwartet die Gemeinde noch diese
Vereinigung. Nach Offb.19,7 findet diese Hochzeit bei der Wiederkunft statt, denn es heißt:
"Die Hochzeit des Lammes ist gekommen." Der mit "ist gekommen" übersetzte Aorist
(elthen) läßt eine abgeschlossene Handlung erkennen, was uns zeigt, daß die Ehe geschlossen
worden ist. Diese Hochzeit erkennt man als Ereignis, das der bema des Christus folgt, da das
Weib in den "Gerechtigkeiten der Heiligen" (Offb.19,8) erscheint, die sich nur auf das
beziehen können, was am Richterstuhl des Christus standgehalten hat. Somit muß die
Hochzeit selbst zwischen dem Richterstuhl des Christus und der Wiederkunft eingeordnet
werden.


b) Der Ort der Hochzeit
Es kann nur im Himmel sein. Da sie dem Richterstuhl des Christus folgt, der, wie dargelegt,
in den himmlischen Örtern stattfindet, und die Gemeinde aus der Luft dem HERRN bei Seiner
Rückkehr entgegenkommt (Offb.19,4), muß die Hochzeit im Himmel erfolgen. Kein anderer
Ort würde einem himmlischen Volk (Phil.3,20) entsprechen.



c) Die an der Hochzeit Beteiligten
Die Hochzeit des Lammes ist ein Ereignis, das offensichtlich nur Christus und die Gemeinde
einschließt. Wir werden später zeigen, daß nach Dan.12,1-3 und Jes.26,19-21 die
Auferstehung Israels und der alttestamentlichen Heiligen erst bei der Wiederkunft des
Christus stattfinden wird. Offb.20,4-6 verdeutlicht ebenfalls, daß auch die Heiligen der
Trübsal bis zu dieser Zeit nicht auferstehen werden. Obwohl es unmöglich wäre, diese
Personenkreise von ihrem Standort als Zuschauer zu verbannen, können sie sich nicht in der
Stellung derer befinden, die am Ereignis selbst beteiligt sind.
In diesem Zusammenhang scheint es notwendig, zwischen der Hochzeit des Lammes und
dem Hochzeitsmahl zu unterscheiden. Die Hochzeit des Lammes ist ein Ereignis, das sich
besonders auf die Gemeinde bezieht und im Himmel stattfindet. Das Hochzeitsmahl ist ein
Geschehen, das Israel betrifft und sich auf der Erde abspielt. In Mt.22,1-14; Lk.14,16-24 und
Mt.25,1-13 (wo Israel die Rückkehr des Bräutigams und der Braut erwartet) wird als Ort des
Hochzeitsfestes bzw. -mahls die Erde angegeben, das sich speziell auf Israel bezieht. Das
Hochzeitsmahl wird demnach zum gleichnishaften Bild des gesamten Tausendjährigen
Reichs, wozu Israel während der Trübsalszeit eingeladen werden wird. Diese Einladung
werden viele ausschlagen, so daß man sie hinauswerfen wird. Viele werden sie annehmen und
Einlaß finden. Aufgrund der Ablehnung wird die Einladung auch an die Nationen ergehen, so
daß viele davon dazugehören werden. Israel wird bei der Wiederkunft auf den Bräutigam
warten, der von der Hochzeitsfeier kommt, um es zu diesem Mahl einzuladen, bei dem der
Bräutigam Seinen Freunden die Braut vorstellen wird (Mt.25,1-13).
In bezug auf den Ausruf in Offb.19,9 "Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des
Lammes" sind zwei Auslegungen möglich.
Chafer sagt:
Es muß an dieser Stelle zwischen dem im Himmel stattfindenden und vor der Wiederkunft des
Christus gefeierten Hochzeitsmahl sowie dem Hochzeitsfest (Mt.25,10 GN; Lk.12,37)
unterschieden werden, das auf der Erde nach Seiner Wiederkunft begangen wird.

Diese Ansicht erwartet zwei Mahle, ein dem zweiten Kommen vorausgehendes himmlisches
und ein der Wiederkunft folgendes irdisches. Eine zweite Auslegung sieht den Ausruf (in
Offb.19,9; A.d.Ü.) als Vorwegnahme des Hochzeitsmahles an, das im Anschluß an die
Hochzeit und die Wiederkunft begangen wird, wozu eine Ankündigung im Himmel gegeben
wird, bevor das zweite Kommen auf die Erde zu diesem Ereignis erfolgt. Der griechische
Urtext unterscheidet nicht zwischen Hochzeitsmahl und -fest, sondern gebraucht für beide das
gleiche Wort. Außerdem wird das Hochzeitsmahl durchweg in bezug auf das irdische Israel
verwendet. Deshalb ist es vielleicht am besten, die letztere Ansicht zu übernehmen und die
Hochzeit des Lammes als dasjenige Ereignis in den Himmeln anzusehen, bei dem die
Gemeinde ewig mit Christus vereinigt wird, und das Hochzeitsfest oder -mahl als
Tausendjähriges Reich, wozu Juden und Nationen geladen werden und das auf Erden
stattfindet, während der Bräutigam durch die Darstellung der Braut gegenüber all Seinen dort
versammelten Freunden geehrt wird.
Die Gemeinde, die Gottes Heilsplanziel für das jetzige Zeitalter bildet, sieht man nun als
solche, die auferstanden, entrückt, dem Sohn als Gabe des Vaters dargestellt und diejenige ist,
wodurch die immerwährende Herrlichkeit Gottes in Ewigkeit geoffenbart wird. Dieses
gegenwärtige Zeitalter wird somit das Entstehen, die Entfaltung und die Vollendung des
göttlichen Ziels bezeugen, "ein Volk zu nehmen für Seinen Namen" (Apg.15,14).
liebe Grüsse
Stefan
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Beitragvon Ulrich » 02.06.2008 11:42

Lieber Stefan,

Dr. J.D. Pentecost vom theologischen Seminar Dallas, Texas, bringt bei seinen Lehren über den Neuen Bund, die Kirche in die Segnungen des Neuen Bundes hinein. Fall du genug Englisch kannst, dann ist das leicht nachprüfbar. Er greift an bestimmten Stellen den Dispensationalismus an und hat dadurch ein ganz eigenes und auch an manchen Stellen recht eigenwilliges Auslegungskonzept.

Es fällt ziemlich schwer biblisch zu belegen das der HERR Jesus bei der Entrückung als der Bräutigam erscheint und dann sofort Hochzeit feiert. Wir finden die Hochzeit des Lammes nur am Ende der Offenbarung. Wieso Herr Pentecost dann auf die Idee kommt es gäbe zwei Hochzeitsmahle, eines im Himmel und eines auf der Erde oder so? Es fehlt einfach der biblische Beleg.
In diesem Zusammenhang scheint es notwendig, zwischen der Hochzeit des Lammes und dem Hochzeitsmahl zu unterscheiden. Die Hochzeit des Lammes ist ein Ereignis, das sich besonders auf die Gemeinde bezieht und im Himmel stattfindet. Das Hochzeitsmahl ist ein Geschehen, das Israel betrifft und sich auf der Erde abspielt.
Hier soll es dann eine Hochzeit ohne Hochzeitsmahl geben? Dies Unterscheidung wird nötig um die Annahmen von Dr. Pentecost zu stützen. Ab solchen Stellen kann ich immer nachempfinden, warum HPW vor theologisch Promovierten immer wieder warnt.

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 02.06.2008 12:14

J.D.Pentecost

Ich lese gerne von ihm was ich so auf deutsch habe, da er sehr systematisch vorgehet. Auch lässt er für das eigene Nachdenken Raum. Ich selber bin für saubere durchgängige ohne kompromissmachende dispensationalistische Einteilung, wie es eben das Wort Gottes lehrt. So gute umfassende Systematik über die ganze Schrift habe ich bei keinem Buch der Brüder je gefunden.

Aber ein Überblick über ein Thema, z.B: Die "Zukunft der Stadt des Grossen Königs" hat WJO in einzigartiger Weise zusammengefasst. Ich habe alle 2500 Bibelstellen nachgeschlagen und in einer meiner Bibeln verlinkt.

Selber sehe ich im AT prophetisch die Wiederaufnahme der Ehe zwischen Jehova und Israel. Wäre ev. in einem eigenständigen Thread zu behandeln?
Zuletzt geändert von Hans Peter am 04.06.2008 11:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Ulrich » 02.06.2008 12:45

Lieber Hans Peter,

wir wären da tatsächlich bei einem anderen Thema.
Selber sehe ich im AT prophetisch die Wiederaufnahme der Ehe zwischen Jehova und Israel. Wäre in einem eigenständigen Thread zu behandeln?
Mir fällt auf Anhieb kein Grund ein, durch den man deine These auf Anhieb verwerfen müsste. Du kannst vielleicht einmal darlegen wieso du zu der Annahme kommst. Ich vermute einmal über Hosea?

herzliche Grüße

Ulrich
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Beitragvon Hans Peter » 02.06.2008 12:48

Ja genau. Aber auch LDL usw.
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Beitragvon Hans Peter » 04.06.2008 09:59

Das Neue Testament von Herbert Jantzen übersetzt βασιλεια των ουρανων im Gegensatz aller mir bekannten Elberfelder und Schlachter Bibeln den Ausdruck: "Königreich der Himmel" richtig. Und das alles ohne eine so grosses Darum Trara Werbung wie bei der Schlachter 2000....



24 Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor und sagte: „Das Königreich der Himmel wurde mit einem Menschen verglichen, der edlen Samen auf sein Feld säte. 25 Aber während die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Lolch mitten unter den Weizen und ging weg. 26 Als die Saat spross und Frucht ansetzte, dann wurde auch der Lolch sichtbar.
27 Und die leibeigenen Knechte des Hausherrn kamen herzu und sagten zu ihm: ‘Herr, hast du nicht edlen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat er denn den Lolch?’
28 Er sagte ihnen: ‘Das tat ein feindlicher Mensch.’
Die leibeigenen Knechte sagten zu ihm: ‘Willst du also, dass wir hingehen und ihn zusammenlesen?’
29 Aber er sagte: ‘Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Lolchs zugleich mit ihm den Weizen mit der Wurzel ausreißt. 30 Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst den Lolch zusammen und bindet ihn in Bündel, damit man ihn verbrenne. Den Weizen sammelt in meine Scheune!’“

31 Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor und sagte: „Das Königreich der Himmel ist einem Senfkorn gleich, das ein Mensch nahm und auf seinem Feld säte, 32 das in der Tat kleiner ist als alle Samen. Sobald es aber wächst, ist es größer als die Gartengewächse und wird ‹nach und nach› ein Baum , sodass die Vögel des Himmels kommen und sich in seinen Zweigen niederlassen.“
33 Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: „Das Königreich der Himmel ist einem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl ‹mengte und› verbarg, bis es ganz durchsäuert wurde.“
34 Das alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Mengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35 auf dass das erfüllt werde, was durch den Propheten geredet wurde, als er sagte: „Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen. Ich werde aussprechen, was von Gründung der Welt an verborgen war.“ {Vgl. Ps 78,2.}
36 Dann entließ Jesus die Mengen und ging in das Haus.

Und seine Jünger traten zu ihm und sagten: „Deute uns das Gleichnis vom Lolch des Feldes.“
37 Er antwortete und sagte ihnen: „Der den edlen Samen sät, ist der Sohn des Menschen. 38 Das Feld ist die Welt. Der edle Same, das sind die Söhne des Königreiches. Der Lolch sind die Söhne des Bösen. 39 Der Feind, der ihn säte, ist der Teufel. Die Ernte ist die Vollendung der Weltzeit*. Die Schnitter sind [himmlische] Boten . 40 Wie also der Lolch zusammengelesen und mit Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung dieser Weltzeit* sein. 41 Der Sohn des Menschen wird seine [himmlischen] Boten* aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Anstöße, ‹Anlässe des Stolperns und Fallens›, und die, die das Gesetzlose tun, zusammenlesen 42 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. 43 Dann werden die Gerechten hervorleuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters.
Wer Ohren zum Hören hat, höre !“

44 „Wiederum ist das Königreich der Himmel gleich einem verborgenen Schatz im Feld, den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld
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