suizid

Was in den anderen Foren nicht reinpasst.

suizid

Beitragvon Anita » 13.08.2009 01:09

Ist ein Wiedergeborener der suizid begeht, dennoch errettet?
Gibt es Bibelstellen dazu?
Herzlichen Dank
Schwester Anita
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Re: suizid

Beitragvon Ulrich » 13.08.2009 01:55

Liebe Anita,
Johannes Kapitel 10 Vers 28 (Elberfelder 1905)
28und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.
Johannes Kapitel 10 Vers 29 (Elberfelder 1905)
29Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben.
Johannes Kapitel 10 Vers 30 (Elberfelder 1905)
30Ich und der Vater sind eins.
Das trifft ohne wenn und aber auf jeden Wiedergeborenen zu. Wir können noch viele Stellen anführen, die dies belegen.

Die grundsätzliche Annahme, dass ein Gläubiger, der an den Namen des HERRN JESUS und an SEIN BLUT geglaubt hat, wieder verloren gehen könnte, leugnet die Vollgültigkeit des Werkes des HERRN JESUS. In dem Augenblick, wo man annimmt es gäbe die Möglichkeit trotz des Glaubens an den HERRN JESUS verloren zu gehen, predigt man Werkgerechtigkeit. Das ist der wichtigste Punkt für meine Heilsgewissheit gewesen. Wer behauptet ich könne wieder verloren gehen leugnet, dass die Rechtfertigung umsonst ist.
Römer Kapitel 3 Vers 24 (Elberfelder 1905)
24und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christo Jesu ist;
Römer Kapitel 8 Vers 2 (Elberfelder 1905)
2Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Römer Kapitel 8 Vers 3 (Elberfelder 1905)
3Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem er, seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend, die Sünde im Fleische verurteilte,
2. Korinther Kapitel 9 Vers 15 (Elberfelder 1905)
15Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

herzliche Grüße

Ulrich
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 14.08.2009 12:25

Die grundsätzliche Annahme, dass ein Gläubiger, der an den Namen des HERRN JESUS und an SEIN BLUT geglaubt hat, wieder verloren gehen könnte, leugnet die Vollgültigkeit des Werkes des HERRN JESUS. In dem Augenblick, wo man annimmt es gäbe die Möglichkeit trotz des Glaubens an den HERRN JESUS verloren zu gehen, predigt man Werkgerechtigkeit. Das ist der wichtigste Punkt für meine Heilsgewissheit gewesen. Wer behauptet ich könne wieder verloren gehen leugnet, dass die Rechtfertigung umsonst ist.

Lieber Ulrich
es gibt Geschwister, die meinen, wir hätten eine billige Botschaft.
Dem Ist nicht so. Der Herr Jesus hat sich vollkommen hingegeben.
Und wer sich ihm in Busse und Glauben übergeben hat, glaubt nicht an eine billige Gnade, die er durch eigen Werke aufbessern muss. Auch wenn diese Geschwister dies Irrlehre des Wiederverloren gehen könnens haben, muss es nicht unbedingt heissen, dass sie nicht wiedergeboren sind.
Sie sind eventuell gläubig haben sich aber Ihm nie übergeben und sind kein Anbeter weilsie dem Evangelium nur mir Vorbehalten glauben. Ich würde solche so nicht Taufen und sowie keine Dienst- Gemeinschaft pflegen und die Leibesgemeinschaft nicht mit ihnen im Brechen des Brotes ausdrücken.
Sie sind "Halbgläubige", der Herr allein weiss dann, ob sie Leben aus Gott haben und mit Christo tatsächlich verbunden sind.
In IHM
Hans Peter
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 14.08.2009 13:10

Liebe Anita

wer ein Suizid plant mit Abschiedsbrief und allem Drum und Dran und ZB.: zu diesen Mördern die an den Suiziden mit den direkt vom unterstützten Politikern (*) legalisierten Mörden Geld verdienen, durchführt, von dem muss ich ja nicht glauben, dass er wiedergeboren war und wenn er
x Bibeln übersetzt hat -- und
bei den Moslem missionierte -- und
100 theologische Bücher geschrieben hat.
Ich muss nicht alles glauben, ich glaube fast nichts, es sei denn es steht in der Schrift
Wenn ein "Gläubiger" sich selbst ermordet, dann zeigt mir aber meine innerer Anstand, dass ich da sehr diskret werden muss und das bin ich ja dann ach.

Wenn ein Gläubiger heute um 15:00UHR die Kündigung erhält, und im Affekt sich verzweifelt vor die Einbahn wirft, kann ich schon glauben, dass er wiedergeboren war, schäme mich aber, dass so was möglich ist, dass er so wenig Vertrauen in den Herrn hatte und das Geld Ehre usw ihm wichtiger ist als das Leben und das Zeugnis.
Sein Zeugnis ist kaputt und seine Familie und Seine Glaubensgeschwister hat er durch Unglauben in Not gebracht.
Und an die Arbeiter hat er auch nicht gedacht!
Da ist dann der Selbstmord aus Verzweiflung momentaner Unglaube, der auch die Umgebung terrorisiert.
(*) ich bete darum auch nicht für Politiker, weil die Schrift auch keine Demokratie kennt, sondern ich bete für die Beamten.
In IHM
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Re: suizid

Beitragvon Ulrich » 14.08.2009 14:51

Lieber Hans Peter,

wenn ich mich recht erinnere, dann hatten wir hier im Forum einmla die These, dass Depression selbst eine Sünde sei und man müsse bekennen, dass man diese Sünde zugelassen hat, damit die Gemeinschaft mit dem HERRN wieder hergestellt werden kann.

Wenn diese These stimmt, persönlich glaube ich inzwischen 100%ig das sie stimmt, dann verstehe ich, dass auch ein Gläubiger in den Suizid kommen kann. In welcher Form das nun im einzelnen abläuft, da gibt es sicher große Unterschiede.

Inzwischen halte ich auch überhaupt nichts mehr von "Seelsorge" oder "Gruppengesprächen", z.B. mit Ehepaaren. Ich finde solche Dinge überhaupt nicht in der Schrift.

Wenn Nathan zu David kommt, dann wird nicht untersucht, warum denn David in Sünde gefallen ist, es wird einfach deutlich, dass David gesündigt hat. "Du bist der Mann!"

Wenn Gad zu David kommt, dann wird ebenfalls keine Motivforschung betrieben, dann wird einfach die mögliche Konsequenz der Sünde vor David gebracht und er muss wählen.

Hirtendienst besteht darin, dass man die, die sündigen vor allen überführt.
1. Timotheus Kapitel 5 Vers 20 (Elberfelder 1905)
20Die da sündigen, überführe vor allen, auf daß auch die übrigen Furcht haben.
Weder Nathan noch Gad haben David geschützt und Timotheus muss der Gedanke den Sünder zu "schützen" völlig fremd gewesen sein.

Depression entsteht, wenn andere erkennen was in mir ist. Wenn ich fast "verrückt" werde, nur weil die anderen plötzlich wissen, wer ich tatsächlich bin. Das kann auch dadurch kommen, dass ich eine soziale Stellung verliere und dadurch vermeintlich im Ansehen sinke.

Wir müssen einfach diesen ganzen modernen menschlichen Psychoterror, wie "Seelsorge" und "Gesprächszirkel", quasi "Selbsthilfegruppen" und solche Dinge einfach wegtun und biblische Prinzipien anwenden. Das befreit dann von Selbstüberschätzung falschen "Ehrgefühlen" und von Sünde.

Es ist für mich faszinierend, dass nur drei Tage vergehen, zwischen der Gerichtsankündigung des Sehers Gad und der Tatsache, dass David auf der Tenne Ornans dass komplette Opferprogramm vollführt.

Moderne Seelsorge und auch von vermeintliche Bußübung geplagte Christen kommen da meinstens nie mehr an.

herzliche Grüße

Ulrich
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Re: suizid

Beitragvon martin_1 » 14.08.2009 16:07

Lieber Ulrich, lieber Hans Peter

Diese These hatten wir und gemäss meinem Empfinden waren wir uns zu einem grossen Teil darin einig, dass Depressionen als Sünde zu beziffern sind. Offen blieb eine vertiefte Betrachtung über Selbst- oder Fremdverschuldung. Könnte es auch eine Mischung sein?

Grundsätzlich haben wir festgehalten, dass Depressionen als Krankheit gelten, also wie Krebs und anderes. Wir wissen, das dies alles nicht vorgesehen war und der Tod und Krankheiten in diesem Sinne eine Folge des Sündenfalls sind. Von Ehepaar-Familien-Therapien-Seelsorge halte ich persönlich aus eigener Erfahrung rein gar nichts, ein Mann und eine Frau ob mit oder ohne Kinder sollen unseren HERRN Jesus in den Mittelpunkt stellen, wenn es Geschwister gibt die in schweren Zeiten helfen, sei es mit Zeit, Geduld, Rat und Beten kann daran nichts Schlechtes sein. Wenn es professionell und institutionalisiert daher kommt, Finger weg! Letztendlich hat sich auch mein Vater vor den Zug geschmissen, ob es Absicht war oder nicht, wissen wir bis heute nicht und es kommt auf's selbe raus.
Herzlichen Gruss
Martin
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 14.08.2009 16:18

Grundsätzlich haben wir festgehalten, dass Depressionen als Krankheit gelten,


Das Problem ist eben vielschichtig.
Noch nie hat man eine Depression gesehen und wenn Du mich am Morgen frägst was das genau ist, weiss ich es nicht und wenn Du mich am Nachmittag frägst habe ich schon eine vertieftere Einsicht zur Meinung am Morgen dazu.

Das ist wie mit den Viren. Man kann die Dinger nicht sehen, man kann sie mit dem Handy auch mit einer 8 Mega Pixel nicht fotografieren, aber sws. gibt es die Dinger schon und viele machen auch da wieder ein Geschäft damit.
In IHM
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Re: suizid

Beitragvon Ulrich » 14.08.2009 16:31

Lieber Martin,

gerade in der Tatsache, dass Depressionen heute als Krankheit gelten, könnte genau der Grund für die "Unheilbarkeit" liegen. Heute werden in vielen Fällen Dinge, die die Bibel eindeutig als Sünden verurteilt, als Krankheit bezeichnet. Bei manchen Dingen behauptet man dann auch noch sie seien genetisch bedingt. Populär ist die Behauptung Alkoholismus sei eine Krankheit und Homosexualität sei gentisch bedingt. Biedes nennt die Bibel eindeutig und ohne jeden Interpretationsspielraum Sünde.

Nun kennt der auf C.G. Jung zurückgehende Ansatz der Anonymen Alkoholiker und der Blaukreuzler zur Heilung des Alkoholismus einen Bekehrungsbegriff. Diese Bekehrung ist aber eine ganz und gar unbiblische. Homosexualität versucht man heute, wegen des vermeintlichen genetischen Grundes, gar nicht mehr beiseite zu schaffen.

Wenn nun die Ansätze zur "Heilung" von Depressionen ähnlich falsch sind, wie der falsche Umgang mit Alkoholismus, das man meint es liege Krankheit vor, tatsächlich ist es aber Sünde, oder wie die Toleranz von Homosexualität, da man meint es sei Veranlagung, tatsächlich aber ist es Sünde, dann hätten wir schlagartig Gründe dafür, dass zum einen Depressionen immer häufiger vorkommen und zum anderen dafür, dass sie so gut wie nie dauerhaft verschwinden.

Dann liegen aber auch die Gründe für Depressionen in dem Depressiven, dann gibt es gar keine exogenen Depressionen, dann ist es völlig unwichtig, ob meine Vater mich einmal nach seinem Gutdünken falsch gestraft hat.

herzliche Grüße

Ulrich
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Re: suizid

Beitragvon stefan_m » 14.08.2009 17:07

Es ist doch völlig egal ob Depression eine Krankheit ist oder nicht.
Sünde führt auch zum Tod.
Auf jeden Fall hilft Antidepressiva gegen Depression aber nicht gegen Sünde.
liebe Grüsse
Stefan
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Re: suizid

Beitragvon Anita » 14.08.2009 18:07

Liebe Brüder
Danke für Eure Antworten, die ich alle unterschreiben würde.
Nun seid Ihr beim Thema Depression gelandet.
Ich hatte selbst - seit meiner Kindheit, die alles andere als schön war - immer wieder Depressionen.
Da ging jeweils von einem Tag auf den Anderen der Rolladen runter, und nach Monaten wieder hoch: ohne ersichtlichen Grund.
Nach meiner Bekehrung hatte ich noch einmal eine Depression, die Monate dauerte. Diese Zeit möchte ich nicht missen. Ich habe intensiv in der Bibel gelesen und gebetet. Allerdings betete ich nie flehentlich, dass ER mir doch helfen möge.
Mir war klar, dass es eine Form von Züchtigung war, als Folge der Sünde. In der Depression selbst ist Sünde nicht mehr möglich (so habe ich es zumindest erfahren). Man ist wie tot. Ich konnte die einfachsten Alltagsdinge nicht mehr erledigen. Ich wusste nicht mehr wie man z.B. einen Tisch deckt, und darunter habe ich natürlich gelitten. Vor allem aber ist es die Angst vor der ganzen Welt und den Menschen. Der Widersacher flüstert dir inständig ein Du sollst nun dem doch ein Ende setzen. Es ist ganz klar Sünde, eine Folge von Sünde. Es ist keine Krankheit. Es ist eine Folge der Beziehungslosigkeit zu Gott. Jeder Depressive ist gequält von Schuldgefühlen - alle die ich kennenlernte. In der Welt wird nun aber diese "Krankheit" mit Medikamenten "im Zaum" gehalten (einen Deckel drauf, daraufhin werden viele dann auch noch manisch, schizophren und und und), dann wird versucht das Selbstwertgefühl des Patienten wieder aufzupolieren (das total Verkehrte), man redet ihm alle Schuldgefühle und aufkeimende Sündenerkenntnis aus. Die Leute in den Kliniken versinken in Selbstmitleid und Sinnlosigkeit ihres Daseins.
Nun versuchen christliche Institutionen hier mit Seelsorge anzusetzen. Auch - meistens - völlig falsch. Der HERR sorgt für uns und unsere Seele!!!
An alle, die vielleicht gerade Depressionen haben: lest in der Bibel, betet, glaubt, hofft, egal wie lange es dauert. Der HERR wird wieder kommen, er wird wieder Wohnung bei Dir beziehen; Du darfst IHM vertrauen, ER hat es zugesichert und verheissen. Versuche ganz genau zu hören, SEIN Wille soll geschehen und nicht Dein Wille. Diese Erfahrung wird Dich bereichern, und Du wirst viel Grund haben IHM zu danken, IHN zu loben!
Denk an das Gleichnis der 10 Jungfrauen. Eine Lampe ohne Öl kann nicht brennen. Wenn Deine erste Liebe zu IHM nicht mehr brennt, dann läufst Du Gefahr Dich nicht mehr auf das Kommende und IHN auszurichten, sondern auf die Menschen, die Welt mitsamt ihren Sünden...
Mir haben übrigens Hiob, Asaf, und die Römerbriefe sehr geholfen in jener Zeit.
Ich habe immer noch die Hoffnung, dass auch unbekehrte Depressive auf diesem Weg zum HERRN finden mögen. Hoffentlich lassen sie sich noch von IHM erretten und tun Busse. Sich danach, als Wiedergeborener, noch das Leben (irdische) nehmen zu wollen, macht keinen Sinn: wir sind hier solange es SEIN Wille ist.
Entschuldigt, ich möchte und darf hier nicht lehren.
Aber ich frage doch noch in die Runde, was man einem suizidgefährdeten Menschen noch so auf den Weg geben könnte?
Von Herzen Dank
Gnade und Freude
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Re: suizid

Beitragvon Jochebed » 14.08.2009 19:51

Liebe Anita,

ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Depressionen "eine Form von Züchtigung, als Folge der Sünde" sein soll, schon gar nicht, wenn man unbewusst in einer Sünde verharrt oder wenn man nicht mehr in einer Sünde verharrt, sondern Buße getan hat und schon lange zu Gott schreit. Jedoch kann ich mich natürlich sehr täuschen, ich möchte mir keinesfalls anmaßen, die Zuchtmittel Gottes zu kennen bzw. zu verstehen. Ich sehe Depressionen als Krankheit, da wir in einer gefallenen Welt leben, mit Tod, Krankheit, Leid,....Jedoch sollte man mit dieser Krankheit zum HERRN gehen, nicht zu Therapeuten.

Mich würde auch noch interessieren, welche "Römerbriefe" Du meinst?


Gruß
Angelika
"Senke meine Tritte ein in deine Fußstapfen, damit mein Gang nicht wankend sei!"
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Re: suizid

Beitragvon stefan_m » 14.08.2009 20:26

Liebe Angelika,

ich denke genauso wie du. Unser Leib ist noch nicht erlöst.
Ich sehe Depression nicht als Sünde und nicht unbedingt als Züchtigung, kann aber durchaus ein Aspekt der Züchtigung sein, es kommt auf den Einzelfall an.
Depression wie wir das heute nennen kommt soweit ich weiss in der Bibel als Wort nicht vor, aber ich bin sicher, viele Menschen damals wie heute hatten eine.

Jesaja Kapitel 10 Vers 16 (Elberfelder 1905)
16Darum wird der Herr, Jehova der Heerscharen, Magerkeit senden unter seine Fetten; und unter seiner Herrlichkeit wird ein Brand auflodern wie ein Feuerbrand.


Psalm Kapitel 106 Vers 13 - 15 (Elberfelder 1905)
13Schnell vergaßen sie seine Taten, warteten nicht auf seinen Rat; 14Und sie wurden lüstern in der Wüste und versuchten Gott in der Einöde. 15Da gab er ihnen ihr Begehr, aber er sandte Magerkeit in ihre Seelen.
liebe Grüsse
Stefan
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Re: suizid

Beitragvon Ulrich » 14.08.2009 21:22

Liebe Freunde,

ich argumentiere ungern mit eigenen Erfahrungen, denn vorrangig möchte ich das Wort Gottes bringen. Ich will hier auch nicht ins Detail gehen.

Da fliegt dir dein Unternehmen um die Ohren! Viele haben dich über Jahre um einen so gut gehenden Betrieb echt beneidet. Da fliegt dir deine Familie um die Ohren! Viele haben dich über Jahre um eine so vorbildliche Familie beneidet. Plötzlich kannst du in der Versammlung keine Dienste mehr tun, denn die Zustände in deiner Familie machen deine Dienste unglaubwürdig! Du bekommst den Eindruck, alles was du machst, alles was dich in deinen Augen selbst ausmacht, dass fliegt dir um die Ohren. Dann bekommst du einen Hang zur Depression. Es würde vielleicht sogar zum Teil dein Problem lösen, denn du würdest ja krank sein und Krankengeld bekommen!

Wenn du an diesem Punkt bist und dann auch noch bekennst, dass deine depressiven Gedanken Sünde sind, dann siehst du keinen Ausweg! Trotzdem hast du plötzlich den Eindruck, dieses Bekenntnis ist der einzige Weg aus dem Hamsterrad! Es gibt natürlich überhaupt keinen Anhaltspunkt zu sagen, wie schnell sich die Situation dann nachhaltig oder überhaupt verändert.

Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass es wirtschaftlich entgegen der Krise plötzlich aufwärts geht, Es könnte auch sein, dass Besserung in deiner Familie eintritt. Mich stört eigentlich der Gedanke von Ursache und Wirkung, darum wollte ich das gar nicht schreiben. Trotzdem spricht auch Paulus davon nicht Traurigkeit über Traurigkeit zu haben.
2. Korinther Kapitel 2 Vers 7 (Elberfelder 1905)
7so daß ihr im Gegenteil vielmehr vergeben und ermuntern solltet, damit nicht etwa ein solcher durch übermäßige Traurigkeit verschlungen werde.
Philipper Kapitel 2 Vers 27 (Elberfelder 1905)
27Denn er war auch krank, dem Tode nahe; aber Gott hat sich über ihn erbarmt, nicht aber über ihn allein, sondern auch über mich, auf daß ich nicht Traurigkeit auf Traurigkeit hätte.
Die letzten Monate veranlassen mich, dem Gedanken zu Depressionen ein Sündenbekenntnis abzulegen, viel Positives abzugewinnen.

herzliche Grüße

Ulrich
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Re: suizid

Beitragvon Jochebed » 14.08.2009 21:46

Lieber Ulrich,

Dein Beitrag hat mich menschlich sehr bewegt. Ob man über schwere Krisen, in die man plötzlich gestellt wird, depressiv werden kann wie die Welt oder ob man das als Hadern mit Gott bezeichnen kann, was Sünde ist, ich weiß nicht. Nur soviel, dass ich persönlich schon des öfteren gehadert habe, doch Gott sei Dank hat mich unser HERR da wirklich rausgezogen. Ich möchte gerne etwas weitergeben, was mich in solchen Situationen immer sehr aufbaut :

Erstens die Zusicherung aus Gottes Wort :

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“
Römer 8, 28a

Außerdem eine sehr gute Weisheit eines lieben reifen Bruders :

„Was Gott für gut befindet, das schickt er.“

Und einen weiteren wunderschönen Text von J.N. Darby :

„Von mir aus ist diese Sache geschehen“
John Nelson Darby

„Denn von mir aus ist diese Sache geschehen“ (1. Könige, Kapitel 12, Vers 24) Ein zu Herzen gehender Text, der in der Bibel von John Nelson Darby gefunden wurde...

Die Enttäuschungen in diesem Leben sind in Wirklichkeit nur Beweise Meiner Liebe. Ich habe heute eine Botschaft für dich, Mein Kind; Ich will sie dir sagen, damit die Sturmwolken, die sich auftürmen, vergoldet und die Dornen, auf die du treten musst, stumpf werden.
Die Botschaft besteht nur aus einem kleinen Satz, aber versenke sie in die Tiefen deines Herzens! Möge sie dir ein Kissen sein, auf dem dein müdes Haupt ruht! Sie heißt: «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.»
Hast du nie daran gedacht, dass alles, was dich angeht, auch Mich betrifft? Wer dich antastet, tastet Meinen Augapfel an (Sach 2, 8). Weil du teuer und wertvoll bist in Meinen Augen, habe Ich ein besonderes Interesse an deiner Erziehung. Wenn du in Versuchung gerätst und Feinde über dich kommen, so wisse: «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.» Ich bin der Gott der Umstände. Du bist nicht zufällig an dem Platz, wo du stehst, sondern weil Ich diesen Platz für dich gewählt habe.
Hast du nicht um Demut gebeten? Siehst du, Ich habe dich gerade an den Platz versetzt, wo du diese Lektion lernen kannst. Durch die Menschen und Dinge, die dich umgeben, tritt Mein Wille in Wirksamkeit. Hast du Geldschwierigkeiten? Weißt du nicht, wie du mit dem Vorhandenen auskommen sollst? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.» Ich bin es ja, der Himmel und Erde besitzt. Ich wünsche, dass du alles von Mir erbittest und völlig von Mir abhängig seiest. Mein Reichtum ist unbeschränkt (Phil 4, 19). Setze Meine Verheißung auf die Probe, damit nicht von dir gesagt werden muss, dass du in dieser Sache nicht auf Gott vertrauest.
Gehst du durch eine Nacht der Trübsal? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.» Ich, Jesus, weiß, was das heißt. Ich bin «der Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut » (Jes 53, 3). Ich habe dir jede menschliche Stütze weggenommen, damit du dich zu Mir wendest und ewigen Trost empfangen mögest (2. Thess. 2, 16. 17).
Haben dich gewisse Freunde enttäuscht? Einer vielleicht, dem du dein Herz geöffnet hast? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen: » Ich habe diese Enttäuschung zugelassen, damit du lernen mögest, dass Ich, Jesus, dein bester Freund bin. Ich halte dich aufrecht und streite für dich in deinen Kämpfen. Mich verlangt danach, dein Vertrauter zu sein.
Hat jemand Falsches über dich ausgesagt? Lass das liegen und schließe dich enger an Mich an, unter Meine Hügel, fern von den Wortgefechten. Wenn dir Unrecht geschieht, will ich «deine Gerechtigkeit hervorkommen lassen wie das Licht, und dein Recht wie den Mittag» (Psalm 37, 6).
Sind deine Pläne umgestoßen worden? Bist du niedergeschlagen und enttäuscht? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen!" Hast du Pläne gemacht und Mich dann gebeten, sie zu segnen? Ich bin es doch, der Pläne macht für dich. «Die Sache ist zu schwer für dich, du kannst sie nicht allein ausrichten» (2. Mose 18, 18). Du bist nur ein Werkzeug, nicht der Handelnde.
Hast du sehnlich gewünscht, ein großes Werk für Mich zu tun? Und nun musst du auf einem Leidenslager liegen? «Von Mir aus ist diese Sache geschehen.» Es war Mir unmöglich, deine Aufmerksamkeit auf Mich zu lenken, während du dich eifriger Tätigkeit hingabst. Ich möchte dich noch einige Meiner tiefsten Lektionen lehren. Nur wer gelernt hat, geduldig zu warten, kann Mir dienen. Meine größten Mitarbeiter sind oft jene, die nicht am aktiven Dienst teilnehmen können, aber gelernt haben, die Waffe des Gebets zu gebrauchen.
Bist du plötzlich berufen worden, eine schwierige Aufgabe voller Verantwortung zu erfüllen? Schreite mutig vorwärts, zähle auf Mich. Ich versetzte dich in diese verantwortungsvolle Stellung, damit du erfahrest, dass «der Herr, dein Gott, dich segnen wird in allem, was du tust» (5. Mose 15, 18).
Heute gebe Ich einen Krug heiligen Öles in deine Hand. Mache freien Gebrauch davon, Mein Kind, damit du in all den Umständen deines Pfades jedes Wort, das dich schmerzt, jeden Umstand, der deine Geduld übt, jede Offenbarung deiner Schwachheit mit diesem Öl des Vertrauens und des Trostes salben kannst. Denke daran, dass deine Verlegenheiten Gottes Gelegenheiten zur Hilfe sind. Der Stachel wird in dem Maße verschwinden, wie du in allen Dingen Mich erkennst. «Richtet euer Herz auf alle die Worte, die Ich euch heute bezeuge . . . es ist euer Leben» (5. Mose 32, 46. 47).


Im HERRN verbunden
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 15.08.2009 06:10

Die letzten Monate veranlassen mich, dem Gedanken zu Depressionen ein Sündenbekenntnis abzulegen, viel Positives abzugewinnen.

Lieber Ulrich
manchmal verstehe ich einen Satz erst ein wenig, besser wenn man darüber geschlafen hat. Danke!
Es erging mir schon mal so . Du hast mir in einem Telefongespräch mal was gesagt, da habe ich gelacht. Dann habe ich Deinen Hinweis befolgt und seither kann ich komplett auf meine Migräne Bekämpfung verzichten. Bei andern wird es auch wirken oder nicht wirken das ist weil jeder Mensch wirklich nur der Gattung nach Mensch ist aber eine individuelle Persönlichkeit.
So gibt es nie 2 Gleiche Situationen oder gleiches empfinden der gleichen Situation.
Die Nichtwiedergeboren brauchen uA. zB. Lärm um Ihr Hirn Komplett auf die Welle Satans Gleichzurichten, Gläubige werden durch den Lärm der Wellt belästigt und wir erkenne dann wieder für was wir in Bezug zur Welt da sind: Ihnen das Evangelium zu sagen.

Die Leiden der Jetztzeit können vieles bei uns auslösen. Man sehnt sich auch in Gläubigen Häusern nach äußeren Frieden Harmonie schönsten Ferien, man möchte mal etwas abschalten.
Wer versteht das nicht? aber dieses Sehnen nach Himmel auf Erden und nicht in Christo, wird, wenn wir nicht aufpassen, in tiefste innere Nöte frühren.
Dass wir nahe beim Herrn bleiben, dazu ist eben auch das Leid, bittere Not, Missverständnis, Verachtung usw. notwendig.

PS. Was eine Depression nun wirklich ist dazu habe ich seit gestern Morgen schon wieder keine weitere Erkenntnis.
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 15.08.2009 06:47

ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Depressionen "eine Form von Züchtigung, als Folge der Sünde" sein soll, schon gar nicht, wenn man unbewusst in einer Sünde verharrt oder wenn man nicht mehr in einer Sünde verharrt, sondern Buße getan hat und schon lange zu Gott schreit.


Liebe Angelika
ich denke, das zeigt einfach klar, dass der Ausdruck "Depression" ein Sammel Wort für die 1000ende Arten von seelischen Leiden hat. Wer nie solche Leiden hat ist sehr wahrscheinlich auch für nichts zu gebrauchen. Es kann auch sein dass nach einer Bekehrung aus grösster Genuss Sünden Leben auch die Entzugserscheinungen innerhalb der Seele zu größten Verkrampfungen führen. Sagen wir einfach dazu Depression. Aber es gibt keine Strafe für die Bekehrung, das sehe ich genau so wie Du, Bekehrung macht die äusseren Umstände nicht zwangsläufig besser. Eher selten.
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Re: suizid

Beitragvon Hans Peter » 15.08.2009 06:50

Aber ich frage doch noch in die Runde, was man einem suizidgefährdeten Menschen noch so auf den Weg geben könnte?


Liebe Anita
ich kenne keinen besseren Rat denn:
An alle, die vielleicht gerade Depressionen haben: lest in der Bibel, betet, glaubt, hofft, egal wie lange es dauert. Der HERR wird wieder kommen, er wird wieder Wohnung bei Dir beziehen; Du darfst IHM vertrauen, ER hat es zugesichert und verheissen. Versuche ganz genau zu hören, SEIN Wille soll geschehen und nicht Dein Wille. Diese Erfahrung wird Dich bereichern, und Du wirst viel Grund haben IHM zu danken, IHN zu loben!

und den auf Selbstmordgefährdete auszudehnen. Gibt es unter den Lesern überhaupt jemand, der noch nie Selbstmordgedanken hatte? Wohl kaum, der Menschenmörder von Anfang versucht immer wieder mit dem was er ist, bei uns anzudocken. Da müssen wir nicht allzusehr erschrecken sondern eben das tun was Anita uns geraten hat.
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Re: suizid

Beitragvon Ulrich » 15.08.2009 08:24

Römer Kapitel 8 Vers 28 (Elberfelder 1905)
28Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.
1. Korinther Kapitel 2 Vers 9 (Elberfelder 1905)
9sondern wie geschrieben steht: "Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben";
Jakobus Kapitel 2 Vers 5 (Elberfelder 1905)
5Höret, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die weltlich Armen auserwählt, reich zu sein im Glauben, und zu Erben des Reiches, welches er denen verheißen hat, die ihn lieben?

Wir finden drei Stellen im Neuen Testament, die von denen sprechen die Gott lieben. Hier geht ganz deutlich die Liebe aktiv von den Geschöpfen aus.

Ich denke, man kann das Gute nur sehen, wenn die Liebe zu Gott wirklich aktiv ist. In Römer 5 haben wir diese Liebe empfangen, sie ist ausgeschüttet in unsere Herzen durch den Heiligen Geist. Man bekommt aber den Eindruck, dass diese Liebe nicht wirklich verstanden wird. In Römer 7 hat man den Eindruck das die Liebe völlig passiv ist, sich gar nicht äußert. Erst in Römer 8 ist die Liebe aktiv und dann kommt auch die Überzeugung von der Einmaligkeit und der überweltigenden Wirkung der Liebe zum Ausdruck
Römer Kapitel 8 Vers 35 - 39 (Elberfelder 1905)
35Wer wird uns scheiden von der Liebe Christi? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hungersnot oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? 36Wie geschrieben steht: "Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden". 37Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat. 38Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, 39weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn.


1. Kor 2 macht deutlich womit wir beschäftigt sein sollen. Es sind tatsächlich die himmlischen Dinge. Damit können sich nur solche beschäftigen, die auch in der Lage sind Gott aktiv zu lieben. Die Beschäftigung mit den ewigen Dingen, mit den himmlischen Dingen soll uns kennzeichnen.

Auch in Jak. 2 wird dieser Aspekt von 1. Kor. 2 vor unsere Augen gestellt.

Ich glaube in diesen Versen haben wir den Schlüssel. Wenn irdische, ja weltliche Dinge meine Gedankenwelt dominieren, dann kann ich auch als Gläubiger den Heiligen Geist in mir auslöschen. Dann wird sich keine aktive Liebe zu Gott in mir zeigen.
1. Thessalonicher Kapitel 5 Vers 19 (Elberfelder 1905)
19Den Geist löschet nicht aus;
Mit ausgelöschtem Geit findet keine Anreizung zur Liebe statt.
Hebräer Kapitel 10 Vers 24 (Elberfelder 1905)
24und laßt uns aufeinander achthaben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken,


Man kann durchaus den Eindruck haben, dass wir am Ende von Römer 7 Bekenntnis haben, wir hätten dann einen ähnlichen Gedanken vor uns wie im 1. Johannesbrief im Bezug auf die Gemeinschaft untereinander und mit Gott und dem HERRN.

Sollten diese Gedanken biblisch ausgewogen sein, dann stehen sie allerdings im Gegensatz zu seelsorgerlichen Ansätzen. Vor einigen Wochen hat mir jemand 1. Kor. 13 vorgelesen. Ich hab schon verstanden wie er das gemeint hat, ich habe aber auch den Eindruck gehabt, dass die Liebe überhaupt nicht "menschelt".

herzliche Grüße

Ulrich
Ulrich
 

Re: suizid

Beitragvon Nikodemus » 15.08.2009 15:10

Der moderne Ruf in dieser Zeit lautet: Der Mensch ist das Maß aller Dinge!

Ein ungläubiger Ausruf, denn es dreht sich letztendlich alles um Christus.


Röm 11,36

Unser Alltag müßte eigentlich so aussehen, dass wir nur darauf konzentriert sind alles zur Ehre des Herrn zu tun.
Ist es aber nicht oft so, dass wir eher egoistisch veranlagt sind und oft Zerstreuung suchen, und uns bei den Tätigkeiten des Alltags zu wichtig nehmen?
Diene ich nicht viel öfter meinem Ego anstatt Christus?
Ist es wichtig, dass alle an meinem Geburtstag denken, dass mir auch bloß alle gratulieren und ich mir ein schönes Lied in der Versammlung wünschen darf?
Ist es für mich so wichtig, allen zu zeigen was ich angeblich soweit in die Reihe bekommen habe, was ich schon alles im Leben erreicht habe?
Ich habe schon Menschen kennengelernt, die haben jeden Tag was neues zu erzählen, obwohl die sich immer wiederholen, die hören sich einfach gerne Reden.
Sie wollen einfach das Gefühl vermittelt bekommen, wie toll sie doch eigentlich sind. Am besten geschieht das, wenn man andere ins schlechte Licht rückt, um vor anderen selber besser darzustehen, habe leider diesen Mist letztens noch selber getan.

Ich bin davon überzeugt, das das Dienen des eigenen Egos, und da kann sich keiner freisprechen das einem soetwas nicht geschieht, bei den einen oder anderen zu Depressionen führen kann, da man auf dieser Ebene oft Entäuschungen erlebt, gerade wenn man sein gestecktes Ziel nicht erreicht hat. Enttäuschungen, die man dann nicht so einfach wegsteckt. Oder wie HP es schon so trefflich zum Ausdruck brachte:

aber dieses Sehnen nach Himmel auf Erden und nicht in Christo, wird, wenn wir nicht aufpassen, in tiefste innere Nöte frühren.


Als Jugendlicher hatte ich damals auch das krankhafte Bedürfnis ständig Mittelpunkt zu sein. Es war so schlimm, dass ich sogar in ärztlicher Behandlung war.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch sehr starke Depressionen, weil ich ständig wehleidig durch die Gegend rannte und Mitleid suchte, weil ich doch meinte der einzigste auf der Welt zu sein, dem es ja sooo schlecht geht. Meine Depris führten bis zum ständigen Herzrasen, Schweissausbrüche und Panikattacken.

Ich denke, wer nun einmal in so einer Depression gefallen ist, der kommt ohne die Hilfe Gottes nicht mehr so schnell daraus. Es ist ja keine Strafe, sondern das Resultat unserer Sünde. Wenn ich rauche, muß ich mich nicht wundern das ich auch Krebs bekommen kann.

Ein bekannter Gläubiger fiel kurze Zeit nach der Bekehrung in starke Depressionen, wobei er sogar in den Drogen Flucht fand.
Nach einem tiefen Gespräch mit ihm kam heraus, dass er als Kind von seinem Vater körperlich missbraucht wurde und ihn daher bis heute nicht vergeben hat.
Auch am Tag seiner Bekehrung hatte er diese Sache nicht zum Kreuz gebracht und schleppt sie heute noch mit sich rum.
Auch das ist Egoismus. Wir sollen den Nächsten lieben, auch wenn dieser uns peinigt. Es nicht tun zu wollen ist auch Egoismus. Vergebungsbereit zu sein, den Nächsten lieben zu wollen, bedeutet ja sich selber aufzugeben. Sich opferungsvoll hinzugeben, auch für alle Schmach....Für Christus, nicht für mich selber.

Kannst du das? Sicherlich nicht, aber das bestreben sollte in uns sein, denn willst du glücklich sein, mußt du danach streben was der andere bedarf,
und nicht was ich am Liebsten möchte. Diese Lebenseinstellung, bin ich von überzeugt, bewahrt einem vor tiefe Depressionen. Was ich für den Nächsten tue, tue ich ja für den Herrn, und ein erfülltes Leben ist dann gewiss.

1Kor 10,31
epheser 2,8: Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.
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Re: suizid

Beitragvon bobby » 17.08.2009 11:04

Nun sind wir vom Selbstmord zur Depression gekommen, was zumindest darauf hindeutet, daß es Zusammenhänge geben wird.

Wir reden hier vom Verhalten unter echten Christen, ( soweit wir das überhaupt feststellen können), nicht von anderen Menschen.

Meine Erfahrung ist, daß vor allem "Einzelgänger" besonders gefährdet sind.
Im großartigen Artikel hier im Forum über das Buch Richter wird hervorgehoben, wie wichtig die "Brüder" sind.(sollte jeder lesen)

Kann die Häufigkeit solcher Vorkommnisse auch mit den (schwachen) Versammlungen zusammenhängen, in denen zuwenig auf die Geschwister geachtet wird?
Ich berichtete im Thema Depressionen von einem Freund, der monatelang in tiefsten Depressionen lag, seinen Beruf nicht mehr ausführen konnte.
Aber er kam heraus, als er sich nur auf Christus stützte und alle anderen Angebote ablehnte.
Danach wurde er von Gott in jeder Hinsicht gesegnet, auch materiel im Beruf.Heute hat er eine viel tiefere Sicht von unserem Herrn.
Liebe Grüße bobby!
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